15.11.2025
Die Bundesliga-Männer des TSV Calw gewinnen nach kurzer Eingewöhnung beim unbequemen Aufsteiger TV Neugablonz deutlich.

Respekt hatte Calws Trainer Thomas Stoll schon vor Saisonbeginn dem TV Neugablonz gezollt. Seine Vermutung, dass dieser Aufsteiger stark genug sei, um die Klasse zu halten, bezeugten die Männer aus dem Kaufbeurer Stadtteil in den vergangenen Wochen mit zwei Siegen beim Mitaufsteiger TV Waibstadt (5:3) und sogar einem 5:0 zuhause gegen Bundesliga-Dino TV SW-Oberndorf bei einer 2:5-Niederlage beim TV Stammheim. Während der TVN also richtig gut in die Hallenrunde gestartet war, mussten die Calwer zunächst nur zusehen. Der Spielplan wollte es so, dass sie erst am Samstag erstmals auf dem Spielfeld standen. „Die fehlende Spielpraxis hat uns im ersten Satz zu schaffen gemacht, während Neugablonz gleich richtig drin war“, konstatierte Calws Kapitän Raphael Schlattinger später. Am Ende aber waren die Bayern gegen souverän auftretende Hesse-Städter chancenlos.
TV Neugablonz – TSV Calw 1:5 (11:7, 7:11, 4:11, 4:11, 6:11, 7:11)
Mehr als 100 Zuschauer empfingen ihr Team und den TSV Calw – und im ersten Satz war die Stimmung in der Turnhalle Kaufbeuren gleich auf dem Höhepunkt. Neugablonz-Schlagmann Sandro Bürger beschäftigte die Calwer mit zahlreichen Kurzbällen. Der schnelle Schlattinger erlief diese zwar meist, seinem Co-Angreifer Markus Kraut fehlte aber zunächst die Durchschlagskraft im Rückschlag. Das änderte sich ab dem zweiten Satz komplett. Die Calwer Abwehr mit Nick Stoll und Leandro Schmidberger stand sicher, sauber platzierte Zuspiele Philipp Küblers verwerteten Schlattinger und Kraut fast nach Belieben.
Im vierten Satz änderte Neugablonz die Taktik. Christoph Sax versuchte es mit der Brechstange und brachialen Schlägen. Allerdings fehlte häufig die Zielgenauigkeit. Eine hohe Fehlerquote ließ die Calwer leicht und locker davonziehen. Marco Stoll und Ricardo Lebherz durften nach ihren Einwechslungen ebenfalls noch wichtige Spielpraxis sammeln. Der Dominanz ihres Teams tat dies keinen Abbruch. Nach fünf deutlichen Satzgewinnen in Serie und nach einer Gesamtzeit von nur 1:22 Stunden war Schluss und der Favorit zufrieden. „Das war ein richtig starker Auftakt und auf allen Positionen in unserem Team eine überzeugende Vorstellung.“
Am nächsten Samstag (18 Uhr) wird es deutlich schwerer: Der TSV Calw gastiert beim Serien-Meister TSV Pfungstadt, der seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr zuhause ein Spiel verloren hat.

