Abteilungs- und Fördervereinsversammlung

Am Gründonnerstag, 9. April, finden die Jahreshauptsitzungen im Faustball-Vereinsheim in Altburg statt. Um 19 Uhr tagen die Interessierten und Freunde des Fördervereins, ab 20 Uhr findet die Abteilungsversammlung statt.

Titelverteidigung unter erschwerten Umständen

25.02.2020

Frauen des TSV Calw hoffen auf Medaille bei deutscher Meisterschaft

Sechs Mannschaften, sechs Chancen auf Medaillen und den deutschen Meistertitel. Mittendrin, einmal mehr: die Bundesliga-Löwinnen des TSV Calw. Sie fahren als Titelverteidigerinnen zur deutschen Meisterschaft – nicht aber als Favoritinnen.

In der niedersächsischen Faustball-Hochburg Schneverdingen sind vielmehr die „Heidschnucken“ des heimischen TV Jahn Schneverdingen, der Rekordmeister Ahlhorner SV sowie natürlich die in glänzender Form aufspielenden „Pink Ladies“ vom TSV Dennach die heißen Anwärter auf den Titel. „Wer weiß? Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen können, ist mit uns immer zu rechnen“, meint Sandra Janot, die Spielführerin und „Löwenkönigin“ ihres Teams.

Die 29-Jährige weiß aber auch, dass die Vorzeichen nicht so gut stehen wie im letzten Jahr, als der TSV Calw die Südstaffel beherrschte und als klarer Titelanwärter nach Ahlhorn gereist war, wo es dann auch nach 17 vergeblichen Anläufen endlich mit der ersten deutschen Meisterschaft klappte. Damals standen neben Henriette Schell noch zwei weitere Weltmeisterinnen in der Aufstellung. Doch Annika Bösch kehrte nach dem Coup in ihre nordische Heimat zurück und spielt jetzt in Schneverdingen. Stephanie Dannecker war damals top-fit, in diesem Winter aber setzte sie komplett aus, um ihre langwierige Schulterverletzung auszukurieren. „Steffi“ trainierte zwar zuletzt vorsichtig mit, fährt aber vielmehr als Betreuerin und Edelfan mit in die Lüneburger Heide.

„Die anderen Spielerinnen sind aber alle fit und bereit für die Medaillenjagd. Unser Physiotherapeut Philipp Löwe hat ganze Arbeit geleistet“, erklärt Sandra Janot. „Die Stimmung ist gut und nach der eher unkonstanten Runde sind wir jetzt heiß auf die deutsche Meisterschaft.“ Das sind sicher auch die Vorrundengegnerinnen des TSV Calw. Allen voran der TV Jahn Schneverdingen, Nord-Meister und mit einer bärenstarken Mischung aus erfahrenen Weltmeisterinnen und den besten Juniorenspielerinnen Deutschlands gespickt. „Und der SV Moslesfehn  ist das wohl kampfstärkste Team der Liga“, so Sandra Janot. Die Niedersächsinnen hatten nach einem großartigen Hallenrunden-Endspurt und einem Sieg gegen Schneverdingen am letzten Spieltag noch das Ticket zur DM-Endrunde gezogen.

„Wir müssen auf der Hut sein. Keine Schwachstellen zeigen und Eigenfehler zulassen“, warnt Calws Antreiberin Janot, „denn das werden unsere Gegnerinnen schmerzlich bestrafen. Wir haben einen Löwenhunger auf den Titel.“

Spielplan
Samstag ab 11 Uhr
TV Jahn Schneverdingen – SV Moslesfehn
TSV Dennach – TSV Pfungstadt
TSV Calw – SV Moslesfehn
Ahlhorner SV – TSV Pfungstadt
TV Jahn Schneverdingen – TSV Calw
TSV Dennach – Ahlhorner SV
Sonntag ab 10 Uhr
Halbfinalspiele
13 Uhr Spiel um Platz 3
14.30 Uhr Finale

TSV Calw ist wieder erstklassig

15.02.2020

Auch TV Augsburg schafft mit Siegen über die West-Vereine den Aufstieg

Stehende Ovationen genossen die Faustballer des TSV Calw nach drei Siegen beim Aufstiegsturnier – und kurze Zeit später stimmten die „Löwen“ ihr Lied an: „Nie mehr zweite Liga“. Auch der TV Augsburg durfte jubeln.

220 Zuschauer auf der Tribüne der Calwer Gemeindehalle gaben dem Turnier einen passenden Rahmen und feuerten die vier Kandidaten für den Aufstieg lautstark an. Gastgeber TSV Calw und der TV Augsburg als beste Mannschaften der Südstaffel der 2. Bundesliga, der TB Oppau und TSV Karlsdorf aus dem Westen. Spannung herrschte gleich in der ersten Begegnung des Tages, denn mit den Süd-Vertretern trafen die Favoriten direkt aufeinander. Tatsächlich entwickelte sich ein echtes Spitzenspiel, der Höhepunkt dieses Jeder-gegen-Jeden-Turniers.

TSV Calw – TV Augsburg 3:1 (11:7, 12:10, 6:11, 11:8)

In der regulären Saison hatten beide Mannschaften einmal den anderen besiegt und für die Calwer war es die einzige Niederlage. Sie waren also gewarnt – und gingen hochkonzentriert in die Partie. Raphael Schlattinger und Dennis Gruber (Angriff), Lukas Gruner (Mitte), Marco Stoll und Mathias Zierer hatten sich zuletzt in der Runde als Top-Formation herauskristallisiert. Bei den Fuggerstädtern standen Steffen Sellmann, David Färber (Angriff), Michael Schäfer, Felix Schulz und Felix Färber auf der Platte. Die Löwen legten los wie die Feuerwehr, führten schon 6:0, ehe der TVA ins Spiel und bis auf 7:5 herankam, aber den Kürzeren zogen. Im zweiten Durchgang kamen die Gäste schneller auf Touren (1:4), aber mit einem Ass und einem Erleichterungsschrei weckte der einmal mehr überragende Raphael Schlattinger die Handbremse der Calwer, die auf 8:5 überholten. In der fälligen Auszeit wechselte Augsburgs Michael Schäfer, der schon aus der Mitte heraus stark schlug, nach vorn. Ein guter Schachzug, der die Calwer reichlich forderte. 9:10 – Satzball für Augsburg und Auszeit Calw – dann schlug Schlattinger drei Mal in Serie zu. „Es ist immer wieder so: wenn du zwei Sätze gewinnst, bist du nicht mehr so wach“, berichtete der Schweizer Nationalspieler später, wieso die Augsburger plötzlich wieder im Rennen waren und mit einem klaren Satzgewinn verkürzten.

In der Folge entwickelte sich ein hitziges, ja hektisches Match. Bei 1:3 gelang Schlattinger ein ganz wichtiger Punkt, die Calwer kämpften sich wieder heran – und in der entscheidenden Phase des Spiels zeigte Dennis Gruber ganz großen Faustball: zwei Diagonalpunkte aus dem Spiel heraus zogen den Augsburgern den Zahn.

TB Oppau – TSV Karlsdorf 2:3 (11:3, 11:4, 10:12, 10:12, 6:11)

Das Westduell war – die Satzergebnisse zeigen das – ein seltsames Spiel. Erst brachten die Karlsdorfer, die als Außenseiter nach Calw kamen, überhaupt kein Bein auf den Boden. Fehler reihten sich an Fehler, der TBO hatte leichtes Spiel. Bei 10:8 und zwei Matchballen im dritten Satz schien das Spiel gelaufen, doch plötzlich lief es genau umgekehrt. Die Ludwigshafener schnürten den Sack nicht zu, wurden immer nervöser und Karlsdorf immer sicherer. So gelang den Badenern die Wende gegen die Pfälzer.

TSV Calw – TSV Karlsdorf 3:0 (11:9, 11:8, 11:6)

Mit dem unerwarteten Sieg im Rücken gingen die Gäste beschwingt in das Spiel gegen den Favoriten Calw. Und die Formation mit Schlattinger, Zierer, Marco Stoll und den nun eingesetzten Nico Stoll (Angriff) und Nick Stoll (Abwehr) tat sich schwer gegen die unkonventionell agierenden Badener. „Wir haben alle zu viele Fehler fabriziert“, so Schlattinger später. Doch es ist gutgegangen. Nach dem knappen 11:9 (nach 8:9-Rückstand) tat sich der TSV Calw auch im zweiten Satz schwer, konnte sich erst nach 8:7-Zwischenstand gegen die tapfer ackernden Karlsdorfer absetzen. Deren Widerstand war danach gebrochen, Satz 3 eine klare Sache.

TB Oppau – TV Augsburg 0:3 (4:11, 5:11, 10:12)

Der Meister der West-Region Oppau hatte einfach einen schlechten Tag, produzierte weiter viele Eigenfehler. Im zweiten Satz lagen sich bereits 0:8 zurück, ehe etwas Ergebniskosmetik gelang. Erst im dritten Satz spielten sie auf Augenhöhe, auch weil die Augsburger ihrerseits nun schwächelten – aber einen 9:10-Rückstand abwenden konnten.

TV Augsburg – TSV Karlsdorf 3:1 (11:7, 11:5, 9:11, 11:9)

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der TSV Calw aufsteigt – und der Sieger dieser Partie den „Löwen“ folgen würde. Bis 5:5 hielt Karlsdorf mit, dann drehten die Augsburger auf und gewannen zwei Sätze. Vor allem Angreifer Steffen Sellmann überzeugte. Doch eine 9:5-Führung, den Sieg vor Augen, brachten die Schwaben nicht durch. So wurde es noch mal spannend, doch am Ende jubelte der TV Augsburg.

TSV Calw – TB Oppau 3:1 (11:9, 11:2, 7:11, 11:7)

Nach der Pflicht folgte die Kür: Leandro Schmidberger und Nick Stoll durften Mittespieler Lukas Gruner in der Abwehr assistieren. Im Angriff das Parade-Duo Schlattinger/Gruber. Die Calwer benötigten eine Weile, um auf Touren zu kommen, wandelten den 8:9-Rückstand aber in einen Satzsieg. Dann gab es Sonderbeifall für Mathias Zierer, der nach zwei bärenstarken Jahren beim TSV Calw sein vorerst letztes Spiel bestritt und die Armbinde des Spielführers tragen durfte. Leandro Schmidberger rückte in die Zentralposition, auch Marco Stoll kam ins Spiel. Calw hängte die bedauernswerten Oppauer förmlich ab. Dann wieder ein Bruch, denn die Oppauer „Rotation“ mit neuen Positionen zeigte Wirkung auf Calwer Seite. Nach 7:7-Zwischenstand punktete nur noch der Außenseiter. Ähnlich verlief der vierte Satz – nur umgekehrt: 6:6 stand es, dann spielten die Heimischen wieder ihr Spiel und gewannen standesgemäß.

Endstand
1. TSV Calw 6:0 / 9:2
2. TV Augsburg 4:2 / 7:4
3. TSV Karlsdorf 2:4 / 4:8
4. TB Oppau 0:6 / 3:9

Stimmen

Mathias Zierer, TSV Calw: „Das war eine tolle Überraschung mit der Kapitänsbinde zum Abschied aus Calw. Jetzt lasse ich mein Knie operieren und in der nächsten Hallenrunde kehre ich zu meinem Heimatverein TSV Grafenau zurück. Ich muss mich auch auf meine Techniker-Ausbildung konzentrieren. Ich hatte eine großartige Zeit in Calw, mit viel Spaß und ich habe viel gelernt in der 1. Bundesliga.“

Felix Färber, TV Augsburg: „Geil – Aufstieg in die 1. Bundesliga in der Halle! Aber wir haben uns schwerer getan als gedacht. Dass der TSV Calw ein schweres Kaliber ist, war uns schon klar. Gegen die Westvereine, das waren Arbeitssiege.“

Raphael Schlattinger, TSV Calw: „Gegen Augsburg sind wir zu gut reingekommen, führten 6:0. Dann haben wir Eigenfehler gemacht, aber uns zurückgekämpft. Auch im vierten Satz haben wir uns mit starken Bällen ins Spiel zurückgebracht. Dennis Gruber hat uns da ganz stark geholfen.“

TSV Calw und TV Augsburg steigen in die 1. Bundesliga auf

15.02.2020

Glückwunsch an den TSV Calw und den TV Augsburg! Die beiden Vertreter der 2. Bundesliga Süd schafften den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Der Favorit, die “Löwen” des TSV Calw, setzten sich in allen drei Begegnungen weitgehend souverän durch, die Augsburger besiegten die beiden West-Mannschaften TB Oppau und TSV Karlsdorf. Die Karlsdorfer gewannen etwas überraschend 3:2 gegen Oppau und wären im Falle eines Falles erster Nachrücker ins Oberhaus.