Im Gespräch mit der Meister-Trainerin Elke Schöck

11.03.2019

Endlich deutscher Meister! Aber es war zu hören, Stephanie Dannecker und Annika Bösch werden Calw verlassen?

Elke Schöck: "Nein. Steffi wird in der Feldrunde weiterspielen. In der nächsten Hallenrunde sieht man dann weiter, denn sie will mit ihrem Partner (Anm. Weltmeister Sebastian Thomas aus Pfungstadt) für drei Monate verreisen und dann hoffentlich rechtzeitig zum IFA-Pokal im Januar zuhause sein. Mit Annika verlieren wir nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich eine sehr starke Persönlichkeit. Sie hat immer alles gegeben und war für jeden da. Aber ich freue mich, dass sie wieder in ihrer Heimat Fuß fasst und künftig beim TV Jahn Schneverdingen spielen kann. Sie vermittelte unseren Jugendspielerinnen sehr viel und war ein Vorbild. Auch deshalb rücken einige talentierte Spielerinnen nach."

 

Zum Beispiel Leonie Pfrommer?

"Sie hat bereits in der ganzen Hallenrunde bewiesen, dass sie ganz vorne mitspielen kann. Laura Flörchinger hat sich etabliert. Wir haben auch eine starke zweite Frauenmannschaft. Wer da nachrücken kann, wird sich noch zeigen."

 

Wie geht es ab Mai im Feld weiter?

"Die Mädels haben eine Pause verdient. Anfang April startet dann die Vorbereitung. Natürlich wollen wir uns auch im Feld für die DM, Ende August in Kellinghusen, qualifizieren. Ein Traum wäre, auch dort den Titel zu holen."

 

Gab es bei der DM Stellschrauben zu drehen, oder war es ein Selbstläufer?

"Ein Selbstläufer ist eine DM-Endrunde nie. Aber tatsächlich waren die Mädels so gut aufeinander eingestellt, dass wir während der Spiele nur noch wenig sagen mussten. Wichtig war, die Mädels vor dem Spiel nochmals mental zu stärken und das bis zum Schluss aufrecht zu erhalten."

 

War es eine perfekte Hallensaison?

"Ich kann es kaum glauben, aber so eine Saison habe ich tatsächlich noch nie erlebt. Schon beim Vorbereitungsturnier hat alles gepasst, das hat sich so durch den ganzen Winter gezogen. Wir hatten alle das Ziel vor Augen und gemeinsam daran gearbeitet. Und wir hatten kein Verletzungspech mehr. Danke an unseren Physiotherapeuten Philipp Löwe, der die Mädels fit gemacht und sich jederzeit um sie gekümmert hat. Es war ein Erfolg vieler Menschen, auch unserer treuen Fans. Danke dafür!"