Frauen 2, 2. Bundesliga Süd

 

02.02.2020

Ohne Siegchance bei den Spitzenteams

TSV Calw II: Ein Satzgewinn für die „eiserne Reserve“ der Calwer Frauen

Die Vorzeichen in Stuttgart waren klar: gegen die Spitzenteams TV Segnitz und TV Stammheim hatte der TSV Calw II in der 2. Bundesliga nichts zu melden. Zwei Leistungsträgerinnen mussten in der ersten Mannschaft aushelfen, dazu fehlte Denise Langgärtner krank und zwei der noch fünf übrig gebliebenen Spielerinnen waren angeschlagen. Immerhin: die „Zweite“ wehrte sich tapfer und ärgerte die Gastgeberinnen.

Mit Helena Bär, Samantha Lubik, Angelina Schmidberger und den nach über einem Jahr Pause reaktivieren Maren und Kristin Heuer stellte sich das Team selbst auf. Gegen die ungeschlagenen Fränkinnen aus Segnitz um Weltmeisterin Svenja Schröder und Luisa Kaemmer gab es so nichts zu holen. Besser lief es gegen den drittplatzierten Gastgeber. Geduldig lauerten die Calwerinnen auf eine Chance – und gewannen immerhin einen Satz. Das Saisonziel Nicht-Abstieg hatten die „Löwinnen“ bereits eine Woche zuvor erreicht und so konnte der TSV Calw die zwei Begegnungen als Trainingsstunden abhaken.

TV Segnitz – TSV Calw II 3:0 (11:2, 11:6, 11:7), TV Stammheim – TSV Calw II 3:1 (11:4, 11:4, 7:11, 11:7).

 

26.01.2020

Überraschungssiege sichern Klassenerhalt

Nachwuchs-Löwinnen erkämpfen vier Punkte gegen TV Unterhaugstett I und TV Schwabach

Die kurze Fahrt nach Bad Liebenzell traten die Frauen des TSV Calw II mit dem Wissen an, dass beide Gegner in der Tabelle deutlich besser stehen – und träumten dennoch davon, wenigstens zwei Punkte im Abstiegskampf zu entführen. Am Ende überraschten die Löwinnen alle, gewannen vier Zähler und haben das Abstiegsgespenst verjagt.

TV Schwabach – TSV Calw II 1:3 (8:11, 5:11, 15:13, 9:11)

Eine Offensivspielerin der Fränkinnen musste bei der 2:3-Niederlage zuvor gegen Unterhaugstett verletzt vom Platz. Davon profitierte nicht nur der Gastgeber, sondern auch der TSV Calw II. Die „Zweite“ des TSV setzte von Beginn an Akzente. Lena Gengenbach am Rückschlag und Helena Bär mit sicheren Angaben punkteten fleißig. Die vorgezogene Mittespielerin Laura Flörchinger saugte Kurzbälle förmlich an, dahinter sicherten Samantha Lubik und Denise Langgärtner. Ruckzuck lagen die Außenseiterinnen 2:0 Sätze vorn. Dann bekamen sie den Zitterarm: Vier Matchbälle vergeben, kam Schwabach zurück und kurz darauf schienen die dem Satzausgleich näher als die Calwerinnen einem Sieg. Dann zeigten die TSV-Frauen unbändigen Kampfgeist, der Punkt für Punkt belohnt wurde. Helena Bär gelang bei 9:9 ein starker langer Punkt, kurz darauf wurde gejubelt.

TV Unterhaugstett – Calw II 2:3 (9:11, 11:8, 11:6, 9:11, 9:11)

Gegen die Erste aus Unterhaugstett waren die Calwerinnen ebenso Außenseiter wie zuvor gegen Schwabach. Angelina Schmidberger rückte jetzt auf die rechte Abwehrseite (für Denise Langgärtner) – und machte ihre Sache von Beginn an gut. Zunächst aber drehte die Heimmannschaft auf, Calw lag schon 2:8 zurück. Dann aber der perfekte Auftritt: der TSV kam Punkt für Punkt näher und schaffte den Satzgewinn. Der Kampf um jeden Zentimeter in langen Ballwechseln schien aber Tribut zu fordern. Der TVU war in den Sätzen 2 und 3 überlegen, drehte immer schneller auf. Das Spiel schien gelaufen.

Doch die Calwerinnen bekamen die zweite Luft, ackerten, pumpten, rannten – und spielten praktisch fehlerfrei. Laura Flörchinger und Samy Lubik bildeten ein bärenstarkes Rückgrat, Lena Gengenbach zeigte gegen ihre früheren Kameradinnen, warum sie eine enorme Bereicherung beim TSV Calw ist. Als bei Helena Bär nach großem Einsatz die Kräfte zu schwinden drohten, drehte Lena auf. Bis zum 9:9 war es spannend, dann glich Calw nach Sätzen auf. Auch im entscheidenden Durchgang lagen beide Mannschaften auf Augenhöhe, ehe Helena Bär einen Wadenkrampf verarbeiten musste und der TVU sich auf 5:8 absetzte. Ein echter Gengenbach-Hammer zum 7:8 aber war das Signal – hier geht noch was! Noch einmal Helena Bär, noch zweimal Lena Gengenbach, und die Sensation war perfekt. Trainerin Petra Pfrommer: „Ich bin sehr stolz. Alle Spielerinnen haben ihre optimale Leistung abgerufen und ich freue mich sehr für Lena, die gezeigt hat, warum sie unserem Team so gut tut.“

Der TSV Calw II hat den Klassenerhalt damit vorzeitig gesichert, rückte sogar auf Platz 6 der Tabelle vor.

19.01.2020

TSV Calw II wahrt seine Chance

Spannung in der Calwer Walter-Lindner-Halle: Das zweite Frauenteam des TSV Calw empfing den starken TSV Staffelstein und den Rivalen im Abstiegskampf TV Neugablonz.

TSV Calw – TSV Staffelstein 1:3 (11:9, 4:11, 11:13, 4:11)

Eine Überraschung war die Niederlage gegen die Unterfränkinnen nicht. Eher schon, dass die Entscheidung wohl erst in dem knappen dritten Satz zugunsten der Favoritinnen fiel. Der TSV Calw wehrte sich lange erfolgreich, doch mit dem 11:13 waren die Staffelsteinerinnen auf der Siegerstraße.

TSV Calw – TV Neugablonz 3:1 (11:1, 6:11, 11:5, 11:5)

Nachdem im Duell der Gästeteams die Staffelsteinerinnen auch den TV Neugablonz mit 3:1 besiegt hatten, kam es zum mit Spannung erwarteten Abstiegsduell. Der erste Satz war eine so klare Angelegenheit für die „Löwinnen“, dass es im zweiten Durchgang an Konzentration mangelte. Nach dem Satzausgleich aber drehten die Calwerinnen wieder richtig auf. Helena Bär, Lena Gengenbach (Angriff), Laura Flörchinger, Denise Langgärtner, Angelina Schmidberger und Samantha Lubik brachten den ersehnten Sieg sicher nach Hause.

Der TSV Calw II (8:16 Punkte) verteidigt Tabellenrang 7, unmittelbar vor den Abstiegsplätzen mit Neugablonz (6:18) und TSV Niedernhall (2:22). Ob es reicht, entscheiden die letzten beiden Spieltage gegen durchweg stärkere Teams. Nächsten Sonntag (11 Uhr) geht es in Bad Liebenzell gegen den TV Unterhaugstett und den TV 1848 Schwabach.

 

16.12.2019

Klassenerhalt wieder in Reichweite

Die Hoffnung lebt: Ein knappes 3:2 im Kellerduell der 2. Bundesliga gegen den TSV Niedernhall lässt die Frauen des TSV Calw II auf einem Nichtabstiegsplatz ins Jahr 2020 rutschen.

TSV Calw II – TSV Niedernhall 3:2 (4:11, 11:9, 6:11, 11:7, 11:9)

Trainerin Petra Pfrommer atmete tief durch: Gerade hatte der TSV Calw II das Kellerduell gegen den TSV Niedernhall knapp gewonnen und den vorletzten Abstiegsplatz verlassen. Da die „Steuerfrau“ Laura Flörchinger erkrankt fehlte, stellte sich die Calwer Fünf mit Lena Gengenbach, Helena Bär (Schlag), Samantha Lubik (Mitte), Denise Langgärtner und Angelina Schmidberger (Abwehr) praktisch selbst auf. Die Mannschaft zeigte in der Walter-Lindner-Halle eine solide Leistung und schaffte trotz 1:2-Satzrückstand noch, die drohende Niederlage abzubiegen.

TSV Calw II – TV Vaihingen/Enz 0:3 (7:11, 9:11, 8:11)

Etwas müde und abgekämpft ging es nun gegen den Favoriten TV Vaihingen/Enz, der zuletzt eine erfolgreiche Phase mit 10:2 Punkten hinlegte. Auf Calwer Seite stieg zwangsläufig die Fehlerquote, dennoch gelang es jeweils bis Satzmitte mitzuhalten. Doch in den entscheidenden Phasen waren die TVV-Damen das entscheidende Quäntchen stärker.

08.12.2019

TSV Calw II rutscht ab

Zwei zu erwartende Niederlagen musste die zweite Frauen-Mannschaft des TSV Calw in der Sporthalle Stammheim verbuchen. Damit rutschen die Aufsteigerinnen auf Platz 8 der Tabelle ab.

Gegen den klaren Aufstiegsfavoriten TV Segnitz hatte der TV Stammheim zu Beginn des Spieltags keine Chance (0:3). Genauso erging es auch den Calwerinnen, die lediglich den dritten Satz etwas offener gestalten konnten. Gegen die von der Weltmeister-Schlagfrau Svenja Schröder angeführten Fränkinnen war kein Kraut gewachsen. 3:11, 3:11 und 7:11 lauteten die Satzergebnisse.

Bessere Chancen hatten sich die „Löwinnen“ gegen Gastgeber TV Stammheim ausgerechnet, doch nach einem durchwachsenen ersten Satz und unglücklich verlorenem zweiten Durchgang reichte ein Satzgewinn nicht, um an den TVS in der Tabelle heranzurücken. So unterlagen die Calwerinnen mit 1:3 (5:11, 9:11, 11:8, 5:11) und rutschten auf Abstiegsrang 8 ab. Am nächsten Sonntag, 11 Uhr, bietet sich in der Walter-Lindner-Halle die Gelegenheit, gegen TV Vaihingen/Enz (Platz 6) und TSV Niedernhall (9.) vier wichtige Zähler zu ergattern.

03.12.2019

Lehrgeld bezahlt: zwei knappe Niederlagen

Den Heimspieltag hatte sich das zweite Calwer Frauenteam anders vorgestellt. Am Ende zweier enger Begegnungen und zehn umkämpfter Sätze standen sie ohne Punktgewinn da. „Enttäuscht war ich nicht von meinen Spielerinnen, aber vom unglücklichen Spielverlauf gegen beide Gegner“, berichtete Trainerin Petra Pfrommer nach den 2:3-Niederlagen in der Walter-Lindner-Halle gegen den TV Unterhaugstett sowie den TV 1848 Schwabach. Zu viele Eigenfehler, gerade in den knappen und wichtigen Spielabschnitten, kosteten die ersehnten Punkte für dem Zweitliga-Aufsteiger im Kampf gegen den Abstieg.

Insbesondere im Vergleich mit dem langjährigen Erstligisten TV Unterhaugstett zeigten die Calwerinnen meist ihr Vermögen. Aber auch gegen die Fränkinnen hatten die Calwerinnen den ersten Satz verloren, gingen dann 2:1 in Führung, um am Ende ohne Greifbares in den Händen dazustehen. Trainerin Pfrommer: „Diese Liga ist sehr ausgeglichen und wir sind dran.“ Es fehlt die notwendige Coolness. „Aber diese Mannschaft ist jung, sie wird weiter lernen und wir werden uns gegen den Abstieg stemmen.“ Nächsten Sonntag (11 Uhr) geht es in Stuttgart gegen den TV Stammheim sowie den Spitzenreiter TV Segnitz.

TSV Calw II – TV Unterhaugstett 2:3 (6:11, 15:14, 11:7, 5:11, 9:11); Unterhaugstett – TV 1848 Schwabach 0:3 (8:11, 6:11, 7:11), Calw II – Schwabach 2:3 (9:11, 11:8, 11:9, 11:13, 5:11).

 

17.11.2019

Keine Ausbeute in Kaufbeuren

Die lange Fahrt nach Kaufbeuren hat sich für die Frauen II des TSV Calw nicht gelohnt. In der 2. Bundesliga Süd kassierte der Aufsteiger zwei 1:3-Niederlagen gegen allerdings stark auftretende Gegner, Gastgeber TV Neugablonz und TSV Staffelstein. Mit nun 4:4 Punkten rangiert die „Zweite“ im Mittelfeld der Tabelle. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es am Sonntag, 1. Dezember (11 Uhr) mit einem Heimspieltag weiter. Gegner sind der TV Unterhaugstett und TV 1848 Schwabach.

Ergebnisse: TV Neugablonz – TSV Calw II 3:1 (11:7, 7:11, 11:7, 11:6), TSV Calw II – TSV Staffelstein 1:3 (10:12, 11:7, 9:11, 5:11).

10.11.2019

Calwer Doppelerfolg zum Auftakt

Die Frauen II des TSV Calw haben einen Super-Einstieg in die 2. Bundesliga gefeiert. Der Aufsteiger präsentierte sich in Niedernhall von seiner besten Seite. Der TV Vaihingen/Enz, der zunächst die Gastgeberinnen knapp besiegte, hatte gegen die Spielfreude der TSV-Löwinnen keine Chance: 3:0 (11:3, 11:1, 11:9) lautete die klare Ansage der Calwerinnen an die Liga. Härter wehrte sich der TSV Niedernhall und gewann die engen Sätze. Doch Calw blieb obenauf, schlug die Hohenloherinnen verdient mit 3:2 (12:14, 11:5, 10:12, 11:6, 11:4). Für den TSV erfolgreich: Laura Flörchinger, Samantha Lubik, Adina Stoll, Helena Bär und Angelina Schmidberger.

 

15.07.2019
Calw II beendet starke Saison als Fünfter

1. TSV Gärtringen 14 537:421 38:11 24:4
2. TSV Staffelstein 14 601:525 35:23 20:8
3. SV Energie Görlitz 14 541:492 32:23 18:10
4. TV Stammheim 14 577:541 32:24 16:12
5. TSV Calw 2 14 532:558 27:30 14:14
6. TSV Schwieberdingen 14 475:503 22:30 8:20
7. ASV Veitsbronn 1 14 450:557 19:36 8:20
8. ASV Veitsbronn 2 14 430:546 12:40 4:24

23.06.2019
Mit Siegesserie zum Klassenerhalt
Das war einfach nur Klasse! Mit vier glatten Siegen haben die Frauen des TSV Calw II souverän den Klassenerhalt gesichert und damit das Saisonziel als vorjähriger Aufsteiger geschafft. Ergebnisse:
22. Juni in Stuttgart: ASV Veitsbronn I – TSV Calw II 1:3 (5:11, 13:11, 6:11, 6:11), TV Stammheim – TSV Calw II 0:3 (7:11, 9:11, 13:15).
23. Juni in Schwieberdingen: TSV Schwieberdingen – TSV Calw II 2:3 (7:11, 13:11, 5:11, 11:9, 10:12), TSV Calw II – ASV Veitsbronn II 3:0 (12:10, 11:7, 11:7).
14:14 Punkte und 27:30 Sätze, Platz 5 und sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz – das kann sich in der Premierenrunde in der 2. Bundesliga wirklich sehen lassen. Die beiden Teams aus Veitsbronn steigen ab, um den Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd spielt der TSV Gärtringen und entweder SV Energie Görlitz oder TSV Staffelstein.

16.06.2019
Zehn Sätze und zwei Punkte für TSV Calw II
TSV Calw – TSV Staffelstein 3:2 (6:11, 11:6, 8:11, 12:10, 11:9), TSV Staffelstein – TSV Calw 3:2 (11:6, 8:11, 11:6, 8:11, 15:14). Spannend, spannender, 2. Bundesliga! Die Frauen II des TSV Calw kämpfen über drei Stunden, spielten zwei hochklassige Begegnungen mit dem TSV Staffelstein aus – und hätten am Ende fast eine doppelte Sensation geschafft. Nur ein Ballgewinn fehlte am Ende, dann wären sogar vier Punkte im Abstiegskampf herausgesprungen.

02.06.2019
Ohne Punktgewinn in Görlitz
630 Kilometer von der Heimat entfernt, konnten sich unsere Frauen II in Görlitz nicht für die lange Reise belohnen. Die zwei Spitzenteams SV Energie Görlitz und TSV Gärtringen I waren einfach zu stark. Zwei klare 0:3-Niederlagen, mehr war nicht drin für die TSV-Frauen, die aufgrund schulischer oder krankheitsbedingter Ausfälle nur zu Fünft an die polnische Grenze nach Sachsen reisten. Adina Stoll und Helena Bär (Angriff), Franziska Habitzreither, Angelina Schmidberger und Maren Heuer kämpften gegen die Hitze und gegen hochkonzentriert agierende Gegnerinnen an. Das Spitzenspiel entschied Tabellenführer Gärtringen nach einer starken Begegnung mit den Gastgeberinnen für sich. Der TSV Calw bleibt Vorletzter der Tabelle und muss im Abstiegskampf auf Siege gegen die Konkurrenz aus Veitsbronn und Schwieberdingen hinarbeiten. SV Energie Görlitz – TSV Calw 2 3:0 (11:7, 11:9, 11:6), TSV Calw 2 – TSV Gärtringen 1 0:3 (5:11, 8:11, 2:11).

19.05.2019
Erstes Erfolgserlebnis – gegen den Tabellenführer!
Spaß haben und Zweitliga-Frauenfaustball auf höchstem Niveau kennenlernen, das war eigentlich die Devise des TSV Calw II vor den Begegnungen in Gärtringen, gegen den Tabellenzweiten SV Energie Görlitz und Tabellenführer TSV Gärtringen. Zunächst gaben die Spitzenteams im direkten Duell eine Kostprobe ihres Könnens ab. Die beeindruckend auftretenden Sächsinnen gewannen klar 3:0, wenn auch mit jeweils knappen Satzresultaten. Dann der erste Auftritt der Calwerinnen seit den beiden Auftaktniederlagen vor einer Woche. Die jungen „Löwinnen“ spielten furchtlos und ganz locker auf, hielten im ersten Satz mit und hatten dann die besseren Nerven. Danach zeigten die Damen von der polnischen Grenze, was sie drauf haben, drehten die Satzführung um. Doch die Calwerinnen hatten nun richtig Spaß, bäumten sich erfolgreich auf. Erst wandelten sie einen 3:7-Rückstand noch in einen Satzausgleich um. Im fünften Satz lief es richtig rund, weil die Calwerinnen abgeklärt wirkten und erfolgreich nach jedem Ball hechteten. So bejubelten sie am Ende einen hochverdienten Überraschungserfolg.
Diese fünf harten Sätze hatten natürlich an den Kräften gezehrt. Gegen den TSV Gärtringen hielten die Calwerinnen zunächst tapfer mit, dann aber zeigte vor allem Kim Niemann bei den Blauweißen ihre technische Stärke. Das bessere Team gewann deutlich.
Ergebnisse: SV Energie Görlitz – TSV Calw II 2:3 (12:14, 11:5, 11:7, 10:12, 6:11), TSV Gärtringen – TSV Calw II 3:0 (11:9, 11:4, 11:8). TSV Calw: Adina Stoll, Helena Bär, Laura Flörchinger, Maren Heuer, Franziska Habitzreither, Angelina Schmidberger, Kristin Heuer

Spieltage Feldrunde 2019, 2. Bundesliga Süd

Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr in Calw: TSV Calw II – ASV Veitsbronn II – TSV Schwieberdingen
Sonntag, 19. Mai, 11 Uhr in Gärtringen: TSV Gärtringen – SV Energie Görlitz – TSV Calw II
Sonntag, 26. Mai, 11 Uhr in Calw: TSV Calw II – TV Stammheim, ASV Veitsbronn I
Sonntag, 2. Juni, 11 Uhr in Görlitz: SV Energie Görlitz – TSV Calw II – TSV Gärtringen
Sonntag, 16. Juni, 11 Uhr in Calw: TSV Calw II – TSV Staffelstein (Hin- und Rückspiele)
Sonntag, 23. Juni, 11 Uhr in Schwieberdingen: TSV Schwieberdingen – TSV Calw II – ASV Veitsbronn II
Sonntag, 14. Juli, 11 Uhr in Stuttgart: TV Stammheim – TSV Calw II – ASV Veitsbronn I


25.02.2019
Frauen II steigen souverän in die 2. Bundesliga auf

Mit Spannung hatten Faustball-Fans die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga der Frauen in Calw erwartet. Die Entscheidungen in der Walter-Lindner-Halle fielen schnell: Der TSV Calw II steigt in die nächsthöhere Spielklasse auf, begleitet vom TV Neugablonz.

Neben Schwabenliga-Meister TSV Calw (28:0 Punkte) hatte auch der Zweitplatzierte TV Vaihingen/Enz seinen Hut in den Ring geworfen, um einen der beiden Aufstiegsplätze zu ergattern. Aus der Bayern-Liga gingen der ASV Veitsbronn und der TV Neugablonz ins Rennen. Von Nervosität keine Spur bei den Calwerinnen: Sie eröffneten das Jeder-gegen-jeden-Turnier gegen Vaihingen hellwach. Der TVV hatte der Spielfreude von Franziska Habitzreither und Helena Bär im Angriff und der sicheren Defensive mit Adina Stoll, Angelina Schmidberger und Samantha Lubik nichts entgegen zu setzen. Das klare 3:0 (11:6, 11:7, 11:2) untermauerte die Favoritenstellung der Gastgeberinnen.

Danach erkämpften sich die Damen aus dem Kaufbeurener Stadtteil Neugablonz etwas überraschend einen 3:2-Sieg gegen den technisch überzeugenden ASV Veitsbronn. Für die unterlegenen Fränkinnen kam es anschließend noch dicker, denn gegen die Calwerinnen, angeführt von der selbstbewusst auftrumpfenden „Franzi“ Habitzreither, fanden sie kein Rezept. Hinter der starken Angreiferin auf TSV-Seite sicherte Maren Heuer mit großer Übersicht ab, Samantha Lubik spielte sauber zu. Erst nach der 2:0-Satzführung, den vorzeitigen Aufstiegsjubel vor Augen, schlichen sich ein paar Nachlässigkeiten bei den „Löwinnen“ ein, die der ASV prompt ausnutzte. 8:10 lag der TSV im dritten Satz zurück, schaffte es aber nervenstark in die Verlängerung und sicherte sich mit 15:13 zur Freude der vielen Calwer Fans den vorzeitigen Aufstieg. Im Anschluss musste der TV Vaihingen/Enz gegen den TV Neugablonz 2:3 (11:8, 8:11, 4:11, 11:7, 3:11) die Waffen strecken. Die kampfstarken Bayerinnen durften nach ihrem zweiten Tagessieg ebenfalls schon jubeln. „Wahnsinn, das ist kaum zu fassen“, stammelte TVN-Angreiferin Stephanie Lucke.

Zwei gelöste Teams, die ihre Schäfchen im Trockenen hatten, standen sich nun gegenüber, um Platz 1 der Aufstiegsspiele auszumachen. Calws Trainerduo Petra Pfrommer und Elke Schöck tauschte gegen den TV Neugablonz in der Abwehr Angelina Schmidberger und Katrin Strobel und im Angriff Kristin Heuer ein, die ebenso souverän auftraten wie alle ihre Kameradinnen zuvor. Der TSV spielte mit Leichtigkeit, Geduld und Spielwitz, zwang den Gegner aus Kaufbeuren zu Fehlern. Auch das dritte klare 3:0 des Tages im Duell der beiden Aufsteiger war nie gefährdet. Den letzten Tagessieg feierten die Vaihingerinnen gegen Veitsbronn. Wichtig für den Fall, dass ein Nachrücker-Platz frei wird.

„Wir sind überglücklich, dass wir ab Mai im Feld und im nächsten Winter nun auch in der Halle in der 2. Bundesliga auftreten dürfen. Das haben wir uns verdient“, meinte Kristin Heuer stellvertretend für ihre Mannschaft, die in der gesamten Saison ausschließlich Siege feierte. Für Trainerin Petra Pfrommer ist klar: „Die mit Abstand beste Mannschaft hat gewonnen, wir sind reif für die zweithöchste Spielklasse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Team mit dieser Leistungsstärke etwas mit dem Abstieg zu tun bekommt.“

TSV Calw II: Helena Bär, Franziska Habitzreither, Kristin Heuer, Adina Stoll, Samantha Lubik, Angelina Schmidberger, Maren Heuer, Katrin Strobel, Anna Winkler (verletzt).

TV Vaihingen/Enz – TSV Calw II 0:3 (6:11, 7:11, 2:11), TV Neugablonz – ASV Veitsbronn 3:2 (11:9, 5:11, 6:11, 11:8, 11:6), ASV Veitsbronn – TSV Calw II 0:3 (6:11, 7:11, 13:15), TV Vaihingen/Enz – TV Neugablonz 2:3 (11:8, 8:11, 4:11, 11:7, 3:11), TV Neugablonz – TSV Calw II 0:3 (7:11, 5:11, 6:11), TV Vaihingen/Enz – ASV Veitsbronn 3:2 (7:11, 11:8, 11:5, 4:11, 11:6).

  1. TSV Calw                 6:0      9:0
  2. TV Neugablonz         4:2      6:7
  3. TV Vaihingen/Enz     2:4      5:8
  4. ASV Veitsbronn        0:6      4:9