Die Trauben hängen diesmal noch höher

30.10.2022

Faustballerinnen des TSV Calw mit neuer Trainerin und bewährtem Kader

Am Sonntag, 6. November, beginnt die Faustball-Hallenrunde. Wie immer seit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd vor mehr als zehn Jahren gehören die Frauen des TSV Calw zu den Anwärtern auf eine Top-3-Platzierung. Im Team der Löwinnen, das ab 11 Uhr beim Aufsteiger TV Stammheim in Stuttgart gastiert und dort auch auf die Mannheimerinnen des TV 1880 Käfertal trifft, steht eine Spielerin im Blickpunkt: Henriette Schell. „Ich freue mich richtig auf die Hallenrunde. Allerdings wird es diesmal besonders schwierig, die Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu erreichen“, sagt die 24-jährige Studentin.

Tatsächlich ist die Luft dünn in der Bundesliga-Südstaffel. Denn der TSV Ötisheim ist als Gastgeber des DM-Turniers im März automatisch als Teilnehmer gesetzt. Für die anderen – stärkeren – Vereine bleiben damit nur zwei Plätze übrig, um die neben dem TSV Calw mehrere Hochkaräter streiten: Der TSV Dennach, TV Segnitz und TSV Pfungstadt melden Ansprüche an. „Nicht zu unterschätzen sind auch der TV Unterhaugstett und TV Käfertal, die alle anderen ärgern können“, weiß Henriette Schell.

Sandra Janot, Abwehrspielerin und langjährige Kapitänin, schaut trotzdem optimistisch voraus. Der Grund: Mit Melanie Münzenmaier kam eine ausgewiesene Faustballexpertin als neue Trainerin nach Calw. Sie spielte früher bei ihrem Heimatverein TV Bretten und beim TSV Dennach, war zuletzt Trainerin beim TV Oberndorf. „Sie hat den genauen Blick von außen“, so Henriette Schell, und Sandra Janot ergänzt: „Das wird uns richtig gut tun.“

Mit der neuen Betreuung im Training und am Spielfeldrand könnten auch die Karten bezüglich der Aufstellung neu gemischt werden. Melanie Münzenmaier hat die Wahl aus einem breiten Spielerinnen-Pool der zwei Bundesliga-Teams (der TSV Calw II tritt in der 2. Bundesliga West an). Wichtigster Faktor für den Erfolg, sprich: das Erreichen von Platz 1 oder 2 der Südstaffel, ist vielleicht die Kondition und Spielfreude der Hauptangreiferin Henriette Schell. Sie verfügt über große Ausdauer, hat aber kraftraubende Monate hinter sich. Im Sommer standen die World Games in Alabama/USA mit der Nationalmannschaft (Gold) auf dem Programm. Zuletzt war „Henny“ Schell für einen Monat in Brasilien, wo sie als Kurzzeit-Verpflichtung des Clube Duque de Caxias Silber im Weltpokalfinale gewann. „Es gab wirklich kaum Pausen. Zwei Tage nach meiner Rückkehr aus Südamerika begann schon das Hallentraining. Und jetzt kann ich es trotzdem kaum abwarten, bis es endlich wieder auf dem Spielfeld losgeht.“