Ein Faustball-Enthusiast als neuer Trainer

07.11.2025

Mit Rolf Schlotter aus Weil der Stadt übernimmt ein echter Dauerbrenner den ausgedünnten Frauen-Kader des TSV Calw

 

Rolf Schlotter. (Foto: privat)

 

Die Faustball-Fans werden am Sonntag in der Walter-Lindner-Sporthalle genau hinschauen. Nicht nur der Kader der Calwer Frauen hat sich vor dem ersten Schlagabtausch mit den Bundesliga-Schwergewichten aus Dennach und Segnitz verändert. Auch an der Seitenlinie steht ein Neuer, der in der Szene allerdings ein alter Hase und bekanntes Gesicht ist: Rolf Schlotter, Urgestein des Faustballsports bei der Spvgg Weil der Stadt, hat vor wenigen Wochen das Amt als Calws Frauen-Trainer übernommen. Wir stellen den Faustball-Enthusiasten vor.

 

Rolf Schlotter über…

… sich privat:

„Ich bin 63 Jahre alt und habe 48 Jahre als Mechaniker und Serviceberater beim Autohaus Weeber in Weil der Stadt gearbeitet. Derzeit bereite ich mich darauf vor, den bevorstehenden Ruhestand zu genießen.“

 

… seine Faustballkarriere:

„Ich habe 1972 mit dem Faustball in Weil der Stadt angefangen. Über 15 Jahre lang habe ich Bundesliga für meinen Heimatverein gespielt, rechts in der Abwehr, und wir wurden drei Mal DM-Dritter. Sieben Länderspiele durfte ich bestreiten. Aktuell trainiere ich in Weil der Stadt weiterhin ein Jugend-Team, die männliche U14. In der M60-Altersklasse bin ich selbst noch aktiv und aktuell Württembergischer Meister. Außerdem komme ich als Bundesliga-Schiedsrichter viel herum.“

 

… den stark dezimierten Bundesliga-Kader der Löwinnen:

„Wir müssen die Ziele gegenüber den Vorjahren wohl etwas herunterschrauben. Das Fehlen vor allem von Henriette Schell, aber auch von Ida Hollmann, Laura Nonnenmann und Julia Maier ist schwer zu kompensieren. Gut, dass mit Patricia Lebherz wertvolle Unterstützung gekommen ist.“

 

… die ersten Trainingseinheiten in Calw:

„Der Kader ist klein und wir konnten bislang leider kein einziges Mal in voller Besetzung trainieren, weil uns Krankheiten einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. So fehlte Samantha Lubik drei Wochen. Ich bin froh, dass sie am Sonntag wieder dabei sein wird. Was ich bislang im Training gesehen habe, macht mich allerdings zuversichtlich. Eine Standortbestimmung zum jetzigen Zeitpunkt, kurz vor dem Saisonstart, ist schwierig.“