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Calwer Faustballer in den Play-offs |
12.01.2026
Klarer Derby-Sieg gegen TV Waldrennach und eine Niederlage im rasanten Spitzenspiel beim Tabellenführer TV Stammheim für die „Löwen“. Der TVW spielt nun gegen den Abstieg.

Hauptdarsteller in einem rasanten Spitzenduell: die Schlagmänner Raphael Schlattinger (links) und Gabriel Heck (Stammheim, rechts)
Mit zwei Spielen am letzten Samstag und Sonntag ging die Bundesliga-Hinrunde für den TSV Calw zuende. Mit einem deutlichen Sieg im Nachbarschaftsduell gegen den TV Waldrennach hatten die Calwer Löwen ihr Saisonziel erreicht, die erhoffte Kür gelang tags darauf in Stuttgart aber nicht.
TSV Calw – TV Waldrennach 5:1 (7:11, 11:7, 11:6, 11:6, 11:3, 11:2)
Wenn die beiden Mannschaften aus der Region aufeinandertreffen, herrscht Stimmung. Auch am letzten Samstag war die Walter-Lindner-Sporthalle in Calw gut gefüllt mit Faustballfans, die sich dieses Highlight nicht entgehen lassen wollten. Vierter gegen Fünfter der Südstaffel, das bedeutete auch den Kampf um ein Ticket ins Viertelfinale zur deutschen Meisterschaft – und das sicherten sich die Calwer nach einer weitgehend souveränen Vorstellung.
Zunächst aber musste Schlagmann Raphael Schlattinger sein Visier richtig einstellen. Mehrere Angabenfehler im ersten Satz und gelungene Stoppbälle von Luca Egger, der neben Bryan Killinger den Angriff der Waldis bildete, brachten das Gästeteam in Führung. Dann stellten sich die Calwer auf die kurzen Angaben ein und drehten die Begegnung gegen letztlich chancenlose „Waldis“. Mit dem 5:1 waren die Calwer Weichen auf Play-off gestellt, während die TVW-Männer nun in den Play-downs gegen den Abstieg kämpfen müssen. Philipp Kübler vom TSV Calw fasste zusammen: „Wir hatten mit einer anderen Aufstellung im Angriff des Gegners gerechnet und kamen mit Luca Eggers super Kurzbällen anfangs nicht zurecht. Dann haben wir unsere Stärken ausgespielt und sicher gewonnen.“
TV Stammheim – TSV Calw 5:3 (11:8, 4:11, 11:4, 11:8, 2:11, 8:11, 11:7, 11:9)
Ein Spitzenspiel, das diesem Tribut alle Ehre machte, erlebten die Zuschauer in der Sporthalle Stuttgart-Stammheim am Sonntag. Die Landeshauptstädter hatten sich vor wenigen Wochen mit zwei namhaften Faustball-Vollprofis aus Brasilien verstärkt, um nach dem Meistertitel zu greifen, der in sechs Wochen in der Stuttgarter SCHARRena vergeben wird. Die Calwer hätten mit einem Sieg noch in die Top-3 des Südens vordringen und damit im Viertelfinale (30.1. und 7.2.) dem starken TV Brettorf aus dem Weg gehen können. Das wollten aber auch die Stammheimer mit aller Macht verhindern. So entstand ein schwer umkämpftes, kurzweiliges und hochklassiges Duell – vor allem der beiden Hauptangreifer Gabriel Heck (Stammheim) und Raphael Schlattinger.
Beide Abwehrreihen hatten viel zu tun und auch Calws Zweitangreifer setzte sich vor allem beim Blocken gegen den abgezockten World-Games-Sieger „Gabi“ Heck in Szene. Einen 3:1-Rückstand holten die Calwer auf, danach zog der herausragende Schlagmann Heck das Spiel auf die Seite des Heimteams, assistiert vom bestens aufgelegten Zuspieler Felix Klassen. Im achten Satz gaben Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten des Favoriten, der einen wichtigen Sieg bejubelte und die Tabellenspitze vor dem TSV Pfungstadt, TV 1880 Käfertal und TSV Calw übernahm. Diese vier Mannschaften kämpfen nun im Viertelfinale mit Hin- und Rückspielen (30.1./7.2.) über Kreuz gegen die Top-4 des Nordens. Calw bekommt es höchstwahrscheinlich mit Spitzenreiter TV Brettorf zu tun und hat zunächst Heimrecht. In der Abstiegsrunde wird der Gegner des TV Waldrennach erst am nächsten Samstag ermittelt. Wahrscheinlich läuft es auf den unbequemen TV SW-Oberndorf hinaus.
Felix Klassen, TV Stammheim: „Wir konnten im Vergleich zu unserem schwachen Spiel gestern, das wir mit 5:4 in Waibstadt gewonnen haben, eine ganze Schippe drauflegen. Nach anfänglichen Unsicherheiten haben wir es richtig gut gemacht gegen einen starken Gegner aus Calw.“
Thomas Stoll, Trainer TSV Calw: „Das war ein starkes Spiel von beiden Mannschaften, auch wenn wir noch nicht hundert Prozent erreicht haben. Wenn wir die gegen Brettorf bringen, ist sogar das Erreichen der Endrunde möglich.“
Bundesliga-Vorschau aufs Wochenende |
08.01.2026
Männer und Frauen vor heißen Duellen
Unsere Erstliga-Mannschaften stehen vor spannenden und entscheidenden Spielen an diesem Wochenende. Eine Vorschau auf die Männer (am Samstag und Sonntag im Einsatz) und – weiter unten – die Frauen, die am Sonntag spielen.
Kurz vor Weihnachten rückte der TSV Calw mit einem 5:3-Sieg gegen den TV SW-Oberndorf auf Tabellenplatz 4 vor und verdrängte Lokalrivale TV Waldrennach auf Platz 5 (beide 8:4 Punkte). Am Samstag, 19 Uhr in der Calwer Walter-Lindner-Sporthalle, treffen die Kontrahenten nun direkt aufeinander. Am Sonntag dann folgen die letzten Spiele der regulären Runde in der Bundesliga-Südstaffel und beide müssen schwere Auswärtsaufgaben lösen. Der TSV Calw trifft ab 14 Uhr in Stuttgart auf den TV Stammheim (2./10:2 Punkte), der sich erst vor wenigen Wochen mit zwei brasilianischen Faustball-Weltstars verstärkt hat und nach dem Meistertitel greifen will. Der TV Waldrennach muss sich ab 15 Uhr in Mannheim mit dem TV Käfertal (3./8:2) messen.
Spannender könnte das Drehbuch kaum geschrieben sein: Setzt man voraus, dass Calw und Waldrennach am Sonntag gegen die besser platzierten Gegner unterliegen, so würde sich bereits am Samstag entscheiden, wer als Vierter die Play-offs erreicht, also die Viertelfinalspiele um die deutsche Meisterschaft. Der Tabellenfünfte hingegen muss in den kommenden Wochen in den Play-downs, der Abstiegsrunde, zittern.
Eine besondere Rolle kommt beim TSV Calw Angreifer Markus Kraut zu, der vor zwei Jahren aus Waldrennach in die Hesse-Stadt wechselte und sich seither weiterentwickelte. An der Seite von Schlagmann Raphael Schlattinger trifft er auf ehemalige Teamkameraden und seinen Bruder, Abwehr-Nationalspieler Oliver Kraut. „Ich habe im Calwer Trikot noch nie gegen Waldrennach verloren und das wird auch so bleiben“, richtete Markus Kraut eine Ansage an den TVW. Der aber will ebenso seine Chance auf ein Ticket um die DM-Medaillen wahren und wird mit seinen Top-Akteuren um Hauptangreifer Michael Ochner sicher nicht kleinbeigeben. Wer letztlich am Sonntagabend Tabellenplatz 4 belegt, trifft in den Viertelfinals (Hin- und Rückspiele) auf das Top-Team der Nord-Staffel und kann sich noch für das Meisterschaftsturnier qualifizieren, das am 28. Februar und 1. März in der Stuttgarter SCHARRena stattfindet. Für Spannung ist gesorgt.
Samstag, 10. Januar, 19 Uhr in der Walter-Lindner-Sporthalle: TSV Calw – TV Waldrennach
Sonntag, 11. Januar, 14 Uhr in Stuttgart-Stammheim, Sporthalle: TV Stammheim TSV Calw
Die Frauen-Bundesliga blickt nach Neuenbürg
Wer in der Frauen-Bundesliga in diesem Winter um Meisterehren spielen will, muss in der Süd- und Nordstaffel diesmal in die Top-2 vorstoßen statt, wie in den Vorjahren, in die Top-3. Denn das DM-Turnier findet erstmals gemeinsam mit den Männern statt und in der attraktiven SCHARRena in Stuttgart werden gleich die Halbfinals und Medaillenränge ausgespielt. Das Problem in der Südstaffel ist, dass hier seit vielen Jahren drei Mannschaften für die Schlagzeilen sorgten: Der TSV Dennach, der TSV Calw und der TV Segnitz. Einer der drei geht diesmal also leer aus.
Aktuell stehen die Calwerinnen mit 12:4 Punkten auf Platz 3. Ohne die verletzt pausierende Nationalangreiferin Henriette Schell bleibt den Löwinnen nur die Außenseiterrolle hinter dem TV Segnitz (1.) und TSV Dennach (2., je 14:2). Am Sonntag könnte sich die Reihenfolge dennoch ändern, denn da treffen alle drei ab 11 Uhr in der Stadthalle Neuenbürg direkt aufeinander. Die „Pink Ladies“ vom Gastgeberverein TSV Dennach wollen als amtierender Meister ihre Chance vor heimischem Publikum nutzen. Die Calwerinnen hingegen, bei denen Fenja Stallecker die Angreiferlast quasi alleine trägt, können ohne Erfolgsdruck auftreten. Der TV Segnitz, angeführt von der Weltklasse-Schlagfrau Svenja Schröder, hatte in der Vorrunde beide Schwarzwald-Teams besiegt.
Sonntag, 11. Januar, 11 Uhr in Neuenbürg, Stadthalle: TSV Dennach – TSV Calw; TV Segnitz – TSV Dennach; TSV Calw – TV Segnitz
Dreckiger Sieg für den TSV Calw |
21.12.2025
Faustball-Bundesligist behält in einem hektischen Duell mit dem TV SW-Oberndorf einen kühlen Kopf und rückt in die Top-4 der Tabelle vor.
(Fotos von Roland Wurster, siehe unten)
Mit einem 5:3-Sieg nach keineswegs schönem Spiel, aber intensivem Abnutzungskampf drückt der TSV Calw dem unbequemen TV SW-Oberndorf die rote Laterne in die Hand. Der Bundesliga-Dino aus Schweinfurt ist nun akut abstiegsgefährdet, während die Hessestädter den TV Waldrennach vom begehrten vierten Rang verdrängen. Diese Platzierung berechtigt nach dem Ende der Vorrunde, Mitte Januar, zur Teilnahme an den Play-off-Spielen, also den Viertelfinals um die deutsche Meisterschaft.
TSV Calw – TV SW-Oberndorf 5:3 (8:11, 11:8, 7:11, 11:4, 11:8, 11:6, 5:11, 11:8)
Es gibt einen einfachen Grund dafür, dass der Schweinfurter Stadtteilverein TV SW-Oberndorf in diesem Winter einfach nicht auf Touren kommt: Angreifer Maximilian Lutz ist seit Monaten verletzt und der Zwei-Meter-Hüne Oliver Bauer konnte nach Rückenverletzung zuvor erst einmal spielen. In der Walter-Lindner-Sporthalle in Calw trat er nun wieder an, denn der TVO will als Bundesliga-Dino den Abstieg mit aller Macht verhindern – was die Aufgabe für die Calwer Gastgeber umso schwieriger machte.
Zunächst stieg der Gast auch stark in die Partie ein. „Gegen die Schweinfurter wissen wir, was auf uns zukommt – und dennoch wurde es von Beginn an wieder hektisch. Wie immer, wenn wir auf diesen Gegner treffen“, berichtete Calws Abwehrspieler Leandro Schmidberger später. Tatsächlich kam sein Team, mit Raphael Schlattinger und Markus Kraut (Angriff), Philipp Kübler (Mitte) und Schmidberger/Marco Stoll in der Defensive, zunächst nicht mit den Franken zurecht. Oliver Bauer und Raphael Schlattinger neutralisierten sich mit ihren Angaben. Zahlreiche Blockaktionen sorgten für Aufregung. Zur Mitte des Satzes setzte sich der TVO, gelenkt vom Weltklasse-Spielmacher Fabian Sagstetter, ab und ging in Führung.
Im zweiten Durchgang drehte Calw einen 2:3-Ballrückstand in ein 6:3 – besser: die Oberndorfer brachten sich mit vier Angabenfehlern um die Möglichkeit, auch diesen Satz für sich zu entscheiden. Bis 8:8 kamen sie noch heran, dann drehten Markus Kraut und Raphael Schlattinger auf. Sicherheit gab der 1:1-Satzausgleich den Calwern aber nicht. Im Gegenteil: 1:7 lagen sie im dritten Satz zurück, kamen bis 7:9 heran, doch der Gast ging mit 2:1 Sätzen in Führung.
Die obligatorische 10-Minuten-Pause (immer nach drei gespielten Sätzen) nutzten die Calwer, um sich zu sortieren und den Reset-Knopf zu drücken. Denn nun waren sie das spielbestimmende Team, gewannen die drei folgenden Durchgänge klar. In dieser Phase bekamen die Zuschauer umkämpfte, spannende Ballwechsel zu sehen, meist mit dem besseren Ende für die Heimmannschaft. Kurz vor der zweiten Pause, zum Ende des sechsten Satzes, versuchte es Bauer einmal mehr mit der Brechstange gegen Schlattinger, doch dabei brach die Verletzung des Hünen wieder auf. Mit der 4:2-Satzführung im Rücken schien der TSV Calw klar auf der Siegerstraße, doch der für Bauer eingewechselte Hauptangreifer Nico Bitsch und die starke Oberndorfer Defensive hielten das Spiel offen. Die Hypothek eines 0:5-Rückstands konnten die Calwer nicht mehr gutmachen.
Im achten Satz sah das Publikum die spannendste Phase der Begegnung. Calws Schmidberger rettete zwei Mal spektakulär und das Offensivduo Schlattinger/Kraut punktete nun souverän. Einen 6:2-Vorsprung ließen sie sich nicht mehr nehmen und der lautstarke Jubel nach Schlattingers Matchball verriet, wie erleichtert der TSV Calw über diesen schweren Sieg war.
Janne Habenstein, TV SW-Oberndorf: „Wir waren gut im Spiel und hätten sogar mit 3:0 Sätzen führen können, hätten wir den zweiten Durchgang anfangs nicht verpasst. Oli Bauers Rückenprobleme sind spät im Spiel wieder aufgetreten. Nach seiner Auswechslung sind wir mit gutem Spielaufbau aber wieder herangekommen. Hinten raus lief es dann leider etwas unglücklich. Die drei Satzgewinne können uns im Abstiegskampf noch guttun.“
Leandro Schmidberger, TSV Calw: „Dieses Spiel war reine Nervensache. Wir wussten, was uns erwartet und dennoch haben wir uns anfangs von Fabian Sagstetters hektischem Angabenspiel wieder mal anstecken lassen. Wir waren zu viel mit uns selbst beschäftigt, das Zuspiel war durchwachsen, aber unsere Angreifer waren brutal gut. Ab Satz 4 hatten wir die Begegnung im Griff. Jetzt wollen wir am 10. Januar gegen den TV Waldrennach nachlegen. Ich freue mich auf das Spiel.“
Thomas Stoll, Trainer TSV Calw: „Das war unser insgesamt schlechtestes Spiel der Saison, aber gegen diesen Gegner gewinnst du niemals einen Schönheitspreis. Wir haben davon profitiert, dass Oberndorf vorn nur selten durchkam und einige Angabenfehler hatte.“
TSV Calw: Raphael Schlattinger, Markus Kraut, Philipp Kübler, Nick Stoll, Leandro Schmidberger, Marco Stoll.
TV SW-Oberndorf: Oliver Bauer, Robin Göttert, Nico Bitsch, Fabian Sagstetter, Janne Habenstein, Robin Treuheit.
Die nächsten Spiele:
10. Januar, 19 Uhr, Walter-Lindner-Sporthalle Calw: TSV Calw – TV Waldrennach
11. Januar, 14 Uhr, Sporthalle Stuttgart-Stammheim: TV Stammheim – TSV Calw
31. Januar: Viertelfinal-Hinspiele und Abstiegsrunde I
7. Februar: Viertelfinal-Rückspiele und Abstiegsrunde II
14. Februar: Hoffnungsrunde gegen den Abstieg (der zweite Absteiger wird ermittelt)
28. Februar + 1. März: Deutsche Meisterschaft Männer und Frauen (je 4 Mannschaften) in Stuttgart-Bad Cannstatt – Scharrena (beim VfB-Fußballstadion)
Impressionen – alle Fotos: Roland Wurster

Knifflige Aufgabe sicher erledigt |
13.12.2025
Die Bundesliga-Männer des TSV Calw gewinnen beim TV Vaihingen/Enz nach trägem Beginn und schneller Leistungssteigerung. Der Traum von den Play-off-Spielen lebt.

Markus Kraut (Foto: Roland Wurster) freute sich über einen verdienten Auswärtssieg.
Im Sommer wechselte Weltmeister-Schlagmann Johannes Jungclaussen, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ida (geb. Hollmann, bis dahin beim TSV Calw), vom TV Vaihingen/Enz zum TV Brettorf nach Niedersachsen. Seither steht es nicht mehr so gut um die Vaihinger, die bis dahin ein ernstzunehmender Titelaspirant gewesen sind. Nun finden sie sich im ungewohnten Abstiegskampf wieder. Für den TSV Calw bedeutete dies, sich im Auswärtsspiel in Vaihingen einer kniffligen Pflichtaufgabe zu entledigen, sollte das Saisonziel – die Teilnahme an den Play-off-Spielen – weiterhin bestehen. Das gelang, wenn auch nach einem müden Start.
TV Vaihingen/Enz – TSV Calw 2:5 (11:8, 4:11, 2:11, 6:11, 6 11, 11:9, 10:12)
„Wir wussten, dass uns eine schwierige Aufgabe erwartet, denn die Vaihinger sind bekannt als sehr kämpferische und abwehrstarke Mannschaft“, erklärte Calws Schlagmann Markus Kraut. Dennoch stand sein Team zunächst nicht mit der nötigen Spannung auf dem Spielfeld der schmucken Vaihinger Kaltensteinhalle. Die Heimmannschaft nutzte dies, ging schnell um einige Bälle in Führung. Ehe der Gast aus Calw richtig da war, hatte der TVV die Satzführung schon gesichert.
TSV-Trainer Thomas Stoll aber hatte seine Männer taktisch gut auf die Stärken und Schwächen des Gegners eingestellt und nach einer kurzen Ansprache gelang es den Calwern, die Vorhaben in der Abwehr, im Spielaufbau und Angriff umzusetzen. Der Favorit riss das Spiel an sich. Die Folge waren vier überdeutlich gewonnene Sätze und das Gefühl, das Spiel wäre so gut wie gelaufen. „Durch taktische Umstellungen kam Vaihingen aber ins Spiel zurück. Wir mussten den sechsten Satz abgeben, aber jeder einzelne hat dann Kampfgeist bewiesen. So gelang es uns, einen Satzball im siebten Durchgang abwehren und den Sack zuzumachen“, so Markus Kraut, der einmal mehr einen starken Job neben Hauptangreifer Raphael Schlattinger absolvierte.
Beide Mannschaften hatten alle anwesenden Spieler eingesetzt. Vaihingen wechselte im Angriff zwischen Andreas Knodel, Allrounder Tobias Maurer und Michael Knodel durch, Weltmeister Jaro Jungclaussen zog die Fäden in der Mitte. Die Calwer setzten auf die Abwehrspieler Marco Stoll und Leandro Schmidberger, Zuspieler Nick Stoll und das Offensiv-Duo Schlattinger/Kraut. Nach vier Sätzen durften auch Ricardo Lebherz und Philipp Kübler ihr Abwehr-Können demonstrieren. „Dieser 5:2-Sieg war verdient – ein gelungenes Auswärtsspiel aufgrund einer soliden Leistung“, fasste Markus Kraut zusammen. „Jetzt gilt es, sich auf das letzte Heimspiel des Jahres gegen den TV SW-Oberndorf zu konzentrieren.“
Denn bevor es an Weihnachtsgeschenke geht, müssen die Calwer noch einmal ran – in einem immens wichtigen Heimspiel: Zu ungewohnter Zeit, am nächsten Sonntag um 11 Uhr, ist mit dem TV SW-Oberndorf ein Bundesliga-Urgestein in der Walter-Lindner-Sporthalle zu Gast. Die Schweinfurter brauchen, wie Vaihingen, jeden Erfolg im Abstiegskampf. Die Zuschauer erwartet also erneut ein umkämpftes Duell. „Wir sind motiviert“, verspricht Markus Kraut. Denn mit einem weiteren Sieg würden die Calwer ihre Chancen erhöhen, Ende Januar in den Play-offs gegen einen Topverein aus dem Norden antreten zu dürfen.
Safe-the-Date
Sonntag, 21. Dezember, 11 Uhr in der Walter-Lindner-Sporthalle: TSV Calw – TV SW-Oberndorf.
Samstag, 10. Januar, 19 Uhr in der Walter-Lindner-Sporthalle: TSV Calw – TV Waldrennach.
Sonntag, 11. Januar, 14 Uhr in Stuttgart: TV Stammheim – TSV Calw.
Play-off- und Play-down-Spiele beginnen am 31. Januar 2026.

