Category Archives: Frauen News
Die Löwinnen mischen weiter vorne mit |
11.05.2026
Faustball-Bundesliga der Frauen: Calwer Löwinnen feiern drei Siege in vier Spielen.

Am Wochenende kam es zu den ersten Top-Begegnungen der 1. Frauen-Bundesliga. Im Blickpunkt standen die Duelle des TSV Calw mit den als Meisteranwärterinnen gehandelten Sportlerinnen vom TSV Dennach und dem TV Segnitz. Im direkten Zweikampf schlug Dennach die Calwerinnen und übernahm die Tabellenführung, während Calw wiederum den TV Segnitz überraschend souverän abblitzen ließ.
TV Stammheim – TSV Calw 0:3 (8:11, 4:11, 8:11); TSV Dennach – Stammheim 3:0 (11:7, 11:9, 14:12); Calw – Dennach 0:3 (7:11, 8:11, 10:12)
Im Stuttgarter Norden hatte sich Gastgeber TV Stammheim, zuletzt mit starkem Aufwärtstrend, einiges vorgenommen gegen die „Großen“ vom Schwarzwaldrand – konnte gegen die technisch und läuferisch versierten Favoriten aber den Heimvorteil nicht ummünzen. Nachdem das Löwenrudel von Trainer Rolf Schlotter gegen das Team aus der Landeshauptstadt keinerlei Zweifel zuließen, tat sich Dennach etwas schwer gegen die cleveren halblangen Bälle von TVS-Schlagfrau Melanie Israel. Den Klassiker zwischen Calw und Dennach gewannen die „Pink Ladies“. Rolf Schlotter: „Dennach fand gleich ins Spiel, während sich bei uns immer wieder kleine Fehler einschlichen und wir in allen Sätzen früh einem Rückstand hinterherlaufen mussten.“
TV 1880 Käfertal – TSV Calw 0:3 (7:11, 9:11, 6:11); TV Segnitz – Käfertal 3:1 (13:11, 7:11, 11:6, 11:8); Calw – Segnitz 3:0 (14:12, 11:8, 11:7)
Am Sonntag war Calw erneut gefordert – gegen starke Kontrahenten. „Wir hatten einen richtig guten Tag in Mannheim“ freute sich Kapitänin Leonie Pfrommer nach einer auch von ihr in der Abwehr herausragenden Leistung. Die Siege gegen Käfertal und vor allem Segnitz mit der Weltklasse-Schlagfrau Svenja Schröder waren in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten. „Im ersten Spiel hatten wir eine kämpferische Leistung gezeigt, das wollten wir auch gegen Segnitz mitnehmen“, so Leonie Pfrommer. Das gelang mit einer laufstarken Samantha Lubik in der Mitte und dem Angriffsduo Henriette Schell und Fenja Stallecker. Mit diesem Sieg untermauerte der TSV Calw seine Ambitionen, bei der Meisterschaftsendrunde in Bardowick (Niedersachsen, Mitte Juli) dabei zu sein.
Nun steht erst einmal eine längere Pfingstpause an. Die Calwerinnen greifen erst am 13. Juni wieder ins Bundesliga-Geschehen ein.
Meistertitel für die W30-Frauen |
26.03.2026
Schwäbisches Star-Ensemble startet nach schwierigem Start in Ötisheim durch und jubelt am Ende.

Deutsche Meisterinnen W30, hinten v.l. Henriette Schell (Coach), Christiane Oberkersch, Laura Nonnenmann, Sarah Hoffrichter, v.v.l. Sonja Pfrommer, Sandra Janot, Nathalie Lochmahr, Stephanie Thomas. Foto: TSV Calw.
Mit einem starken Star-Ensemble in den Trikots des TSV Calw war einer der Favoriten zur deutschen Meisterschaft der über 30-jährigen Frauen (W30) nach Ötisheim gefahren. Zehn Mannschaften aus nah und fern spielten um den Titel – und nach Platz 3 im Vorjahr waren die Routiniers in den orangenen Calwer Trikots diesmal noch erfolgreicher. Am Ende stand ein hochverdienter Turniersieg.
„Es war eine toll organisierte deutsche Meisterschaft und schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen“, fasste Henriette Schell das Turnier im Enzkreis zusammen. Die Calwer Hauptangreiferin der vergangenen Jahre fungierte nach einer für sie verletzungsbedingt ausgefallenen Hallenrunde als Coach der Mannschaft. „Am Samstag hatten wir in den ersten Spielen noch etwas Probleme, ins Spiel zu finden. Es gab einige Eigenfehler und Abstimmungsschwierigkeiten“, so „Henny“ Schell.
Kaum ein Wunder, denn in dieser Formation hat das Team noch nie zusammengespielt. Für die DM haben sich einige aktive oder nicht mehr aktive Bundesliga- und Nationalspielerinnen zusammengetan, um das Feld aufzumischen. Lisa Schlattinger fehlte krankheitsbedingt, Sandra Janot konnte berufsbedingt nur am Samstag vor Ort sein. Dafür waren die früheren Calwerinnen Laura Nonnenmann, Sarah Hoffrichter und Stephanie Thomas dabei, Sonja Pfrommer (Dennach), Nathalie Lochmahr und Christiane Oberkersch vervollständigten den Kader.
Diese Spielerinnen verfügen über enormes Know-how aus unzähligen Spielen auf höchstem Faustball-Niveau. Daher musste sich das Team nur ein wenig zusammenfinden, schon wurde es besser. Nach der unerwarteten Niederlage gegen den SV Tannheim gewannen die Calwerinnen ihre weiteren Gruppenspiele deutlich. „Wir haben zunehmend Spaß am Faustballspiel gehabt und sehr gut harmoniert“, beobachtete Henriette Schell.
Mit den früheren Weltklasse-Schlagfrauen Steffi Thomas und Sonja Pfrommer war der TSV Calw in der Offensive bestens aufgestellt. „Auch die Abwehr sowie das Zuspiel waren stabil. Außerdem konnten wir gut durchwechseln und unsere Kräfte so gut einteilen“, erklärte Schell, wie ihre Mannschaft der Favoritenrolle zunehmend gerecht wurde und am zweiten Turniertag auf dem Weg zum Sieg nicht mehr aufzuhalten war.
Ergebnisse des deutschen Meisters: TSV Calw – SV Tannheim 0:2 (7:11, 10:12), Calw – Stern Kaulsdorf 2:0 (11:5, 11:7), TV Rendel – Calw 0:2 (7:11, 2:11), Calw – TSV Hagen 1860 2:0 (11:7, 11:9); Viertelfinale Calw – TV Haibach 2:0 (11:5, 11:4), Halbfinale Wardenburger TV – Calw 1:2 (11:9, 3:11, 1:11), Finale Calw – TSV Ötisheim 2:0 (11:8, 12:10).
DM-Platzierungen: 1. TSV Calw, 2. TSV Ötisheim, 3. Wardenburger TV, 4. SV Tannheim, 5. Stern Kaulsdorf, 6. TV Haibach, 7. TSV Hagen 1860, 8. TSV Grafenau, 9. TV Rendel, 10. SG Kurtschau.
Saisonabschluss beim Europapokal |
04.03.2026
Die Faustballfrauen des TSV Calw wollen zum Saisonabschluss beim European Champions Cup – am Freitag und Samstag in Oberösterreich – zumindest ein Spiel gewinnen. Das wäre gleichbedeutend mit einer Medaille.

Rückblende: Im März 2025 qualifizierten sich die Faustball-Löwinnen als DM-Zweite für den European Champions Cup. Gibt’s nun ein Sahnehäubchen? Foto: R.Wurster
Die Hallenrunde verlief für unsere Löwinnen nicht nach Wunsch. Der Vizemeister des Vorjahres musste sich in diesem Bundesliga-Winter mit Platz 4 in der Südstaffel begnügen. In dem „Übergangsjahr“ nach personellem Aderlass und ohne die langzeitverletzte Hauptangreiferin Henriette Schell zeigten die Faustballerinnen von Trainer Rolf Schlotter eine durchaus solide Runde, für die Qualifikation zum Final-4 reichte es aber erwartungsgemäß nicht.
Zum Saisonabschluss wollen die Hesse-Städterinnen aber noch einmal alle Kräfte mobilisieren – am Freitag und Samstag beim internationalen Highlight EFA European Champions Cup. Am oberösterreichischen Faustball-Hotspot Grieskirchen, zwischen Salzburg und Linz, stehen eher die Nachbarinnen vom TSV Dennach unter Beobachtung. Sie gewannen unglaubliche zehn Mal in Folge den Europapokal und wollen diese Serie gerne verlängern. Im Halbfinale gegen Union Compact Freistadt stehen die Chancen auf einen neuerlichen Endspieleinzug gut. Denn der österreichische Meister von 2025 musste zuletzt Federn lassen, verlor den Titel an Union Nussbach. Ohne die Weltklasse-Brasilianerin Cecilia Jaques, die im Vorjahr noch für Freistadt aufschlug, ist das verjüngte Team nicht mehr so stark.
Die Calwerinnen wird das egal sein, sie konzentrieren sich auf ihren eigenen Turnierplan. Kapitänin Leonie Pfrommer: „Nach der verpassten Qualifikation zur deutschen Meisterschaft ist es umso schöner, dass wir einen hochkarätigen Saisonabschluss haben. Wir fahren voll motiviert nach Österreich und bringen ein paar Edelfans mit. Toll, dass wir im Halbfinale dem DSV Diepoldsau-Schmitter gegenüberstehen. Wir haben in der Vergangenheit Trainingswochenenden miteinander verbracht und kennen uns gut. Das letzte Treffen bei den World Tour Finals haben wir gegen sie verloren, aber wir denken gern an den EFA Champions Cup 2025 bei uns in Calw zurück, wo wir das Spiel um Platz 3 knapp gewonnen haben.“
Mit Tanja Bognar steht die stärkste Angreiferin der Schweiz und eine der weltbesten Schlagfrauen gegenüber. „Sie müssen wir ausschalten und vermutlich wird unser Gegner die gleiche Taktik anwenden und über unsere einzige echte Schlagfrau Fenja Stallecker gehen. Die Schweizerinnen sind sehr kämpferisch – aber wir besitzen ebenfalls Kampfgeist und werden gegenhalten. Ich schätze unsere Chancen auf den Finaleinzug fifty-fifty ein. Unser Ziel: Wir wollen wenigstens eines von zwei Spielen gewinnen.“
Freitag, 14 Uhr: Frauen, Union Compact Freistadt (Österreich) – TSV Dennach; 16 Uhr: Männer, STV Oberentfelden (Schweiz) – TSV Pfungstadt; 18 Uhr: Frauen, SVD Diepoldsau-Schmitter (Schweiz) – TSV Calw; 20 Uhr: Männer, Union Tigers Vöcklabruck (Österreich) – TV 1880 Käfertal.
Samstag: Spiele um Platz 3 und Endspiele.
Der Kader des TSV Calw: Fenja Stallecker, Leonie Pfrommer, Nadine Maisenbacher, Samantha Lubik, Patricia Lebherz, Adina Stoll, Denise Langgärtner,
Zwei zufriedene Löwinnen-Rudel |
02.02.2026
Die Frauenteams des TSV Calw schließen die Faustball-Hallenrunde in der 1. und 2. Bundesliga Süd jeweils als Vierte ab.
Am letzten Sonntag durften die Faustball-Frauen zum letzten Mal in dieser Hallenrunde um Punkte spielen und hielten sich schadlos: zwei Siege für den TSV Calw in der 1. Bundesliga Süd vor heimischem Publikum, zwei Siege auch für die „Zweite“ in der 2. Liga beim Gastspiel in Niefern.
Foto unten (Thomas Kübler): Fingerzeig unseres TSV Calw 2 in Niefern am letzten Sonntag: Vier Punkte, Platz 4 in der Abschluss-Tabelle.
Hinten (v.l.) Adina Stoll, Lara Kugele, Denise Langgärtner, Elisa Becht, (vorn v.l.) Helena Bär, Mirjam Brassat, Sandra Langgärtner.

1. Bundesliga: TSV Calw – TV Stammheim 3:1 (11:9, 9:11, 11:2, 11:4); TSV Ötisheim – Calw 0:3 (4:11, 5:11, 5:11); Stammheim – Ötisheim 3:0 (11:4, 11:9, 11:9)
Eigentlich ging es für die Löwinnen um nichts mehr, außer eine reizvolle Tabellenverbesserung von Platz 5. Diese Chance ließen sie sich in der Walter-Lindner-Sporthalle nicht nehmen. Gegen die Gäste aus Ötisheim und Stuttgart-Stammheim, die gegen den Abstieg spielten, erfüllten die Calwerinnen ihre Pflicht nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän. Stammheims Trainer Florian Gruner fasste das erste Spiel zusammen: „Wir haben stark angefangen, konnten Calw unter Druck setzen. Nach dem Satzausgleich war aber der Ofen aus, Fenja Stallecker hat uns vor unlösbare Aufgaben gestellt.“ Dennoch jubelte letztlich auch der TV Stammheim, der den TSV Ötisheim (zusammen mit Aufsteiger TV SW-Oberndorf) ins Unterhaus beförderte.
Der TSV Calw verdrängte den TSV Pfungstadt noch von Tabellenplatz 4, schloss sogar zum Dritten TV 1880 Käfertal nach Punkten auf (20:12). Entsprechend zufrieden zeigte sich Rolf Schlotter im Rückblick auf seine erste Saison als Calws Trainer: „Wir haben unser vor der Runde gestecktes Ziel erreicht. Nun richten wir den Fokus auf den Champions Cup in Grieskirchen.“ Auch Kapitänin Leonie Pfrommer blickt dem Europapokalturnier in Österreich (6./7. März) entgegen und freute sich, „dass wir uns nach Höhen und Tiefen als Team zusammengefunden haben“.
Ohne die langzeitverletzte Nationalangreiferin Henriette Schell und mit dem ausgedünnten Kader nach Abgängen von Laura Nonnenmann (Karriereende), Ida Jungclaussen (geb. Hollmann, TV Brettorf) und Julia Maier (TSV Dennach) war die DM-Teilnahme für den Vizemeister außer Reichweite, zumal diesmal nur zwei Startplätze frei waren (TV Segnitz, TSV Dennach). Als Solo-Schlagfrau war Fenja Stallecker eine starke Anführerin. Kapitänin Leonie Pfrommer, Patricia Lebherz, Samantha Lubik und Nadine Maisenbacher hielten das Team im vorderen Tabellenmittelfeld. Zu Einsätzen kamen auch Helena Bär, Adina Stoll, Elisa Becht und Lisa Schlattinger aus der zweiten Mannschaft.
2. Bundesliga: TV Öschelbronn – TV Herrnwahlthann 3:0 (11:7, 11:7, 11:3); Herrnwahlthann – TSV Calw 2 0:3 (6:11, 5:11, 8:11); Calw 2 – Öschelbronn 3:2 (11:8, 11:9, 7:11, 13:15, 11:9)
In der Kirnbachhalle Niefern im Enzkreis überzeugte die „Zweite“ mit technisch feinen und kämpferischen Auftritten, vor allem im letzten Spiel der Saison gegen den Gastgeber. Der Lohn: Ein ausgeglichenes Punkte- und Satzkonto (16:16 / 33:33), Platz 4 in der Abschlusstabelle. Nur die neuen Aufsteiger aus Staffelstein und Görlitz sowie aus Tannheim, allesamt Erstliga-erprobt, schnitten in dem Neunerfeld besser ab, Herrnwahlthann und TSV Dennach 2 steigen ab. Für Calw 2 spielten in dieser Saison: Adina Stoll, Mirjam Brassat, Helena Bär, Lara Kugele, Sandra Langgärtner, Lisa Schlattinger, Elisa Becht, Alicia Epp, Denise Langgärtner; Trainer: Thomas „Stibbi“ Kübler.

