Category Archives: Frauen News
Löwinnen verlieren den Anschluss |
18.01.2026
Heimniederlagen in der 1. Bundesliga Süd
Alle Fotos von Roland Wurster

Engagiert und zuverlässig: Patricia Lebherz zeigte gute Partien.

Fenja Stallecker hatte – wie üblich – viel zu tun als Schlagfrau.

Teamwork, aber kein Erfolg beim TSV Calw.

Enttäuschung nach zwei Niederlagen. Von links Trainer Rolf Schlotter,
Betreuerin Elke Schöck und Angreiferin Fenja Stallecker.
Enttäuschte Gesichter auf dem Spielfeld und den Tribünen der Walter-Lindner-Sporthalle nach dem Bundesliga-Triell von TV 1880 Käfertal, TSV Pfungstadt und TSV Calw, die punktgleich die Plätze 3 bis 5 belegten. Die Calwerinnen konnten ihren Heimvorteil nicht in Zählbares ummünzen und verlieren im Kampf um den prestigeträchtigen dritten Platz in der Tabelle den Anschluss.
TSV Calw – TSV Pfungstadt 0:3 (10:12, 6:11, 9:11)
TV 1880 Käfertal – TSV Calw 3:0 (11:8, 11:9, 12:10)
TSV Pfungstadt – TV 1880 Käfertal 1:3 (11:7, 10:12, 7:11, 11:13)
Zwei 0:3-Niederlagen und die bittere Erkenntnis, dass es keineswegs am Willen mangelte, sondern eher an der spielerischen Qualität, blieben am Ende hängen. TSV-Kapitänin Leonie Pfrommer ordnete die Gründe für die klaren Resultate treffend ein: „Wir hatten keine Konstanz im Spiel und immer dann Fehler gemacht, wenn es am ungünstigsten war.“ Und zwar auf allen fünf Positionen und immer dann, wenn die Calwerinnen in Führung lagen, den Gegner im Griff zu haben schienen und eigentlich hätten Sicherheit schöpfen müssen.
So wie im ersten Satz gegen Pfungstadt: Da wurde aus einem 6:3 ein 7:9, kurz darauf aus einem 10:9 ein 10:12. So bauten die Löwinnen den Gegner aus Hessen auf, der mit einer bärenstarken Regisseurin Kim Trautmann und Teresa Spadinger am Schlag immer wieder zuverlässig punktete.
Gegen Käfertal war es Franziska Habitzreither, die den Calwerinnen mit cleveren Kurz- und Wandbällen immer wieder Probleme bereitete. Im zweiten Satz gab Calw eine 8:3-Führung noch aus der Hand, im dritten Durchgang ein 7:5. Beim Stand von 10:10 entschied ein missglücktes Zuspiel von Nadine Maisenbacher und eine Leinenangabe von Fenja Stallecker die Begegnung zugunsten des Gastes.
Die Mannheimerinnen aus Käfertal gewannen anschließend auch das Duell um Platz 3 gegen den TSV Pfungstadt mit 3:1 Sätzen und durften sich über einen rundum gelungenen Spieltag freuen.
Die Löwinnen hingegen müssen ihre Wunden lecken. Leonie Pfrommer: „Positiv war, dass wir als ein Team aufgetreten sind. Nun müssen wir die letzten beiden Spieltage schnell abhaken und nach vorn schauen.“ Der Einsatz in ihrem Team stimmte jedenfalls: Die zuverlässig abwehrende Patricia Lebherz knallte einmal kräftig mit dem Rücken gegen die Wand, Samantha Lubik rutschte beim Hechtsprung gegen den Leinenpfosten. Es half nicht.
Nächsten Sonntag, 11 Uhr, sollten sich die Calwerinnen in Bad Liebenzell rehabilitieren, wollen sie nicht noch weiter in der Tabelle abrutschen. Gegen das Schlusslicht, den Aufsteiger TV SW-Oberndorf, und gegen den nun punktgleichen Gastgeber TV Unterhaugstett (je 10:10), der sicherlich hochmotiviert in das Derby gehen wird, müssen vier Punkte das Calwer Ziel sein.
Champions Cup: Calw trifft auf Diepoldsau |

17.01.2026
Am 6./7. März: Europapokal in Oberösterreich
Am 6. und 7. März findet im oberösterreichischen Grieskirchen der Champions Cup der Frauen statt, der Europapokal für Vereinsmannschaften. Als amtierender Vizemeister hat sich der TSV Calw qualifiziert und trifft in der Raiffeisen Sportarena Grieskirchen im zweiten Halbfinale des Tages auf die Schweizer Meisterinnen vom SVD Diepoldsau-Schmitter.
Zuvor geht es für Österreichs Champion Union Compact Freistadt gegen den deutschen Titelträger TSV Dennach um den Finaleinzug. Bei den Männern lauten die Halbfinalbegegnungen Tigers Vöcklabruch (Österreich) gegen die Mannheimer vom TV Käfertal und STV Oberentfelden (Schweiz) gegen TSV Pfungstadt.
Zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams |
11.01.2026
Unsere Faustball-Frauen sind aus dem DM-Rennen

Trainer Rolf Schlotter (rechts) hatte keine Probleme, sein Team zu motivieren. Engagiert gingen die Löwinnen die schweren Aufgaben an, wurden aber nicht belohnt. Foto: SH
Die Löwinnen mussten sich mit zwei erwartbaren Niederlagen gegen Dennach und Segnitz aus dem Rennen um die zwei DM-Plätze verabschieden – trotz starker Aufholjagd gegen Gastgeber TSV Dennach. Die Pink Ladies setzten sich erst im fünften Satz durch.
Calws Abwehrspielerin Patricia Lebherz: „Wir haben den ersten und zweiten Satz total verschlafen, hatten kein gutes Zusammenspiel und sind wie ein Ameisenhaufen herumgerannt. Fast jeder kurze Ball Dennachs war ein Punkt. Im dritten Satz haben wir die Kurzbälle dann aber abgeholt, sind in den Spielfluss gekommen und haben gekämpft. Leider hat es im fünften Satz nicht gereicht.“
Enttäuschte Gesichter bei den Calwerinnen, denn mit der Niederlage gegen Dennach hatten sie das Traumziel DM-Teilnahme praktisch aus den Augen verloren. So war im Anschluss gegen den TV Segnitz nichts zu holen. Die Fränkinnen spielen derzeit in meisterlicher Verfassung. Angeführt von der überragenden Svenja Schröder besiegte der TVS im Spitzenspiel auch den TSV Dennach souverän nach einem Fehlstart mit 3:1 Sätzen und verteidigte die Tabellenführung. Auch die Hereinnahme von Sonja Pfrommer, die erstmals seit Mitte November auf dem Spielfeld stand, konnte an der Dominanz der Fränkinnen nichts ändern.
Frauen, 1. Bundesliga in Neuenbürg: TSV Dennach – TSV Calw 3:2 (11:5, 11:4, 8:11, 9:11, 11:5); TV Segnitz – TSV Dennach 3:1 (2:11, 11:4, 11:2, 11:8); TSV Calw – TV Segnitz 0:3 (4:11, 6:11, 7:11)
Und jetzt: Platz 3 zurückerobern in der Walter-Lindner-Sporthalle!
Am nächsten Sonntag geht es für unsere Frauen darum, sich vom 5. wieder auf den 3. Tabellenplatz vorzuarbeiten. Punktgleich mit dem TV 1880 Käfertal und dem TSV Pfungstadt (alle 12:8 Punkte), treffen die drei Kontrahenten in der Walter-Lindner-Sporthalle direkt aufeinander. Spielbeginn ist um 11 Uhr.
Bundesliga-Vorschau aufs Wochenende |
08.01.2026
Männer und Frauen vor heißen Duellen
Unsere Erstliga-Mannschaften stehen vor spannenden und entscheidenden Spielen an diesem Wochenende. Eine Vorschau auf die Männer (am Samstag und Sonntag im Einsatz) und – weiter unten – die Frauen, die am Sonntag spielen.
Kurz vor Weihnachten rückte der TSV Calw mit einem 5:3-Sieg gegen den TV SW-Oberndorf auf Tabellenplatz 4 vor und verdrängte Lokalrivale TV Waldrennach auf Platz 5 (beide 8:4 Punkte). Am Samstag, 19 Uhr in der Calwer Walter-Lindner-Sporthalle, treffen die Kontrahenten nun direkt aufeinander. Am Sonntag dann folgen die letzten Spiele der regulären Runde in der Bundesliga-Südstaffel und beide müssen schwere Auswärtsaufgaben lösen. Der TSV Calw trifft ab 14 Uhr in Stuttgart auf den TV Stammheim (2./10:2 Punkte), der sich erst vor wenigen Wochen mit zwei brasilianischen Faustball-Weltstars verstärkt hat und nach dem Meistertitel greifen will. Der TV Waldrennach muss sich ab 15 Uhr in Mannheim mit dem TV Käfertal (3./8:2) messen.
Spannender könnte das Drehbuch kaum geschrieben sein: Setzt man voraus, dass Calw und Waldrennach am Sonntag gegen die besser platzierten Gegner unterliegen, so würde sich bereits am Samstag entscheiden, wer als Vierter die Play-offs erreicht, also die Viertelfinalspiele um die deutsche Meisterschaft. Der Tabellenfünfte hingegen muss in den kommenden Wochen in den Play-downs, der Abstiegsrunde, zittern.
Eine besondere Rolle kommt beim TSV Calw Angreifer Markus Kraut zu, der vor zwei Jahren aus Waldrennach in die Hesse-Stadt wechselte und sich seither weiterentwickelte. An der Seite von Schlagmann Raphael Schlattinger trifft er auf ehemalige Teamkameraden und seinen Bruder, Abwehr-Nationalspieler Oliver Kraut. „Ich habe im Calwer Trikot noch nie gegen Waldrennach verloren und das wird auch so bleiben“, richtete Markus Kraut eine Ansage an den TVW. Der aber will ebenso seine Chance auf ein Ticket um die DM-Medaillen wahren und wird mit seinen Top-Akteuren um Hauptangreifer Michael Ochner sicher nicht kleinbeigeben. Wer letztlich am Sonntagabend Tabellenplatz 4 belegt, trifft in den Viertelfinals (Hin- und Rückspiele) auf das Top-Team der Nord-Staffel und kann sich noch für das Meisterschaftsturnier qualifizieren, das am 28. Februar und 1. März in der Stuttgarter SCHARRena stattfindet. Für Spannung ist gesorgt.
Samstag, 10. Januar, 19 Uhr in der Walter-Lindner-Sporthalle: TSV Calw – TV Waldrennach
Sonntag, 11. Januar, 14 Uhr in Stuttgart-Stammheim, Sporthalle: TV Stammheim TSV Calw
Die Frauen-Bundesliga blickt nach Neuenbürg
Wer in der Frauen-Bundesliga in diesem Winter um Meisterehren spielen will, muss in der Süd- und Nordstaffel diesmal in die Top-2 vorstoßen statt, wie in den Vorjahren, in die Top-3. Denn das DM-Turnier findet erstmals gemeinsam mit den Männern statt und in der attraktiven SCHARRena in Stuttgart werden gleich die Halbfinals und Medaillenränge ausgespielt. Das Problem in der Südstaffel ist, dass hier seit vielen Jahren drei Mannschaften für die Schlagzeilen sorgten: Der TSV Dennach, der TSV Calw und der TV Segnitz. Einer der drei geht diesmal also leer aus.
Aktuell stehen die Calwerinnen mit 12:4 Punkten auf Platz 3. Ohne die verletzt pausierende Nationalangreiferin Henriette Schell bleibt den Löwinnen nur die Außenseiterrolle hinter dem TV Segnitz (1.) und TSV Dennach (2., je 14:2). Am Sonntag könnte sich die Reihenfolge dennoch ändern, denn da treffen alle drei ab 11 Uhr in der Stadthalle Neuenbürg direkt aufeinander. Die „Pink Ladies“ vom Gastgeberverein TSV Dennach wollen als amtierender Meister ihre Chance vor heimischem Publikum nutzen. Die Calwerinnen hingegen, bei denen Fenja Stallecker die Angreiferlast quasi alleine trägt, können ohne Erfolgsdruck auftreten. Der TV Segnitz, angeführt von der Weltklasse-Schlagfrau Svenja Schröder, hatte in der Vorrunde beide Schwarzwald-Teams besiegt.
Sonntag, 11. Januar, 11 Uhr in Neuenbürg, Stadthalle: TSV Dennach – TSV Calw; TV Segnitz – TSV Dennach; TSV Calw – TV Segnitz

