Beeindruckt von der Leipziger Kulisse

19.05.2025

Zweitliga-Männer bringen Eindrücke mit nach Hause – aber keine Punkte

 

Mit ausgeglichenem Punktekonto (4:4) in der 2. Bundesliga Süd war die Calwer „Zweite“ nach Leipzig gereist und wollte mit einem Sieg gegen den Gastgeber einen Platz im Tabellenmittelfeld sichern. Doch die lange Fahrt nach Sachsen lohnte sich nur bedingt.

 

SC DHfK Leipzig – TSV Calw 2 3:1 (11:9, 9:11, 11:6, 11:4); Calw 2 – NLV Vaihingen 0:3 (5:11, 2:11, 9:11)

Auf dem Gelände der Egidius-Braun-Sportschule zeigte sich der TSV Calw 2 beeindruckt von der großartigen Kulisse und Spieltagsorganisation: 300 Zuschauer, Live-Moderation, Livestream-Übertragung, Rund-um-Betreuung der Teams, Einlauf-Kids… die schwäbischen Gäste aus Calw und Stuttgart-Vaihingen wurden sogar um Autogramme gebeten und staunten nicht schlecht, was für ein Debüt die erst acht Jahre alte Faustballabteilung des SC DHfK Leipzig in der 2. Bundesliga zelebrierte. Das Heimteam zeigte sich hochmotiviert und bekam nach zwei ausgeglichenen Sätzen Oberwasser.

 

„Die Leipziger haben vor allem in der Abwehr stark gespielt und wir haben unser Leistungsvermögen nicht auf den Platz gebracht. Ich hatte einen schlechten Tag“, gab sich Calws Schlagmann Moritz Pfrommer selbstkritisch. Co-Angreifer Bastian Dangel hatte Schmerzen schon beim Warmspielen und konnte nicht befreit draufhauen. Trainer Timo Gruner wechselte das 16-jährige Nachwuchstalent Max Roller ein. „Der Max hat eine richtig starke Leistung abgeliefert“, freute sich Moritz Pfrommer mit dem aufstrebenden Youngster. Gegen den NLV Vaihingen, Aufstiegskandidat ins Oberhaus, unterlagen Leipzig und Calw 2. Doch auch gegen die Stuttgarter geigte Max Roller mit starken Angaben auf.

 

Bleibt ein unvergessliches Erlebnis für die Calwer und zwei Erkenntnisse. Erstens: Der Abstiegskampf wird hart. Zweitens: Der SC DHfK, der zuletzt Meistertitel in den U14- und U12-Altersklassen holte und riesige Begeisterung mitbringt, ist vielleicht Deutschlands Faustballverein der Zukunft.

 

TSV Calw 2: Marcel Gruner, Bastian Dangel, Jan Schnürle, Marco Stoll, Max Roller, Alexander Kraft, Moritz Pfrommer.