29.06.2025
Mit zwei Niederlagen in der 1. Bundesliga Süd endet die Feldrunde für den TSV Calw vor dem Einzug ins Viertelfinale.
Thomas „Stibbi“ Kübler litt mit den Calwer Männern. Foto: Roland Wurster.
Seit dem Ende der regulären Vorrunde lief nicht mehr viel zusammen bei den Calwern. Mit dem Einzug in die Play-offs als Dritter war das von Trainer Thomas Stoll ausgegebene Saisonziel erreicht. Das erhoffe Sahnehäubchen schmolz in der Hitze der vergangenen Tage mit drei Niederlagen dahin.
TSV Pfungstadt – TSV Calw 5:0 (11:6, 11:6, 11:7, 11:8, 11:5)
Nach dem bitteren 0:5 beim TV Vaihingen/Enz am Wochenende zuvor, als sich Hauptangreifer Raphael Schlattinger eine Zerrung zuzog, mussten die Calwer am Samstag zum TSV Pfungstadt. Natürlich wurde der Kapitän der Löwen nicht eingesetzt, denn mit einem Sieg bei der weltbesten Vereinsmannschaft war ohnehin nicht zu rechnen. Philipp Kübler, Markus Kraut, Lukas Gruner, Leandro Schmidberger und Ricardo Lebherz kämpften um jeden Ball, doch ein Satzerfolg – wie die drei im Hinspiel – war den Calwern diesmal nicht vergönnt.
TSV Calw – TV SW-Oberndorf 3:5 (11:7, 11:4, 10:12, 6:11, 11:9, 8:11, 9:11, 9:11)
Vor der letzten Begegnung in der Südstaffel, am Sonntag in Calw-Altburg, gab es nicht viel zu rechnen. Klar war: Wer in der Begegnung als Gewinner vom Platz geht, steht im Viertelfinale zur deutschen Meisterschaft gegen den Nord-Zweiten TV Leichlingen. Für den Verlierer ist die Saison hingegen beendet. Rund 80 Zuschauer scheuten die Hitze nicht und wollten die spannende Entscheidung verfolgen. Sie wurden nicht enttäuscht.
Alle Fotos: Vielen Dank an Roland Wurster!
Raphael Schlattinger probierte es von Anfang an, dem ohnehin fleißigen Markus Kraut als Zweitangreifer kam erneut eine große Bedeutung zu. Mit Philipp Kübler, Leandro Schmidberger und U18-Weltmeister Ricardo Lebherz versuchte der TV Calw, den Schweinfurtern, angeführt vom zwei Meter langen Schlagmann Oliver Bauer, entgegenzuwirken. Das funktionierte zunächst überraschend gut. Die ersten Sätze gingen klar an die Heimmannschaft. Dann schlichen sich erste Fehler ein und die Gäste kamen ins Rollen. Wäre auch der umkämpfte dritte Satz an Calw gegangen – wer weiß, ob die Schweinfurter, die wie immer vom herausragenden Mittespieler Fabian Sagstetter angeleitet wurden, noch einmal zurückgekommen wären. So aber verkürzte der TVO vor der ersten 10-Minuten-Pause, aus der er glänzend aufgelegt zurückkam und schnell den Ausgleich schaffte.
Von nun an sah das Publikum ein Spiel zweier Mannschaften, die rackerten, keinen Ball verloren gaben und sich gegenseitig neutralisierten. Zunächst gewann Calw den fünften Durchgang und war erneut in Führung. Ricardo Lebherz musste seinen Platz für Lukas Gruner räumen, da er unter Nasenbluten litt. Gruner machte einen starken Job. Doch auch auf der anderen Seite gab es eine Veränderung: Oliver Bauer musste angeschlagen raus, Sagstetter übernahm den Angriff – eine Situation, die den Calwern noch nie lag. Das Pendel neigte sich auf Oberndorfer Seite, weil Sagstetter zu Höchstform auflief. Im letzten Satz lag Calw bereits mit 4:10 Bällen zurück, zögerte das drohende Ende des Spiels noch fünf Mal hinaus, bevor die Entscheidung fiel. Die Franken jubelten, die Calwer waren enttäuscht angesichts des abrupten Saisonausklangs.






