News aus dem Monat Februar 2019

Zweite Mannschaften zwischen Jubel und Frust

18.02.2019
Löwinnen krallen sich Platz 1
Mit einem sicheren 3:0-Sieg gegen Pfungstadt und einem goldenen 3:1-Abschluss gegen Dennach sicherten sich die Bundesliga-Frauen noch Platz 1 in der Tabelle. Sie dürfen nun selbstbewusst die Reise für die deutsche Meisterschaft in Wardenburg (9./10.3.) planen: In Niedersachsen steigt die Endrunde mit den jeweils drei Besten aus den Bundesligen Nord und Süd. Die TSV-Frauen sind als frischgebackener Süd-Meister ein Mitfavorit. TSV Calw – TSV Pfungstadt 3:0 (11:6, 11:3, 11:5), TSV Calw – TSV Dennach 3:1 (11:4, 8:11, 12:10, 11:8).
Männer II mit Pech im Abstiegskampf
Schade: Die Ansätze waren überzeugend, doch in den entscheidenden Situationen fehlte auch das notwendige Glück bei den Landesliga-Männern. Sie unterlagen dem TV Enzberg mit denkbar knappen Satzresultaten 1:3 (10:12, 9:11, 11:4, 9:11). Zum Saisonabschluss gelang gegen Gastgeber TV Vaihingen/Enz 4 noch ein 2:2 (5:11, 11:8, 7:11, 13:11). Mit 10:18 Punkten schoben sich die jungen Männer noch am Tabellenschlusslicht TSV Kleinvillars vorbei.
 

Spannung garantiert: Aufstiegsspiele in der Region

11.02.2019
Am 23. und 24. Februar kämpfen in der Region mehrere Vereinsmannschaften um den Aufstieg in die nächsthöheren Klassen. Da ist Spannung garantiert!
Also, schon mal vormerken:

Voraussichtlich Sonntag, 24. Februar, in Calw, Walter-Lindner-Halle:
Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga Süd der Frauen
Teilnehmer (bisher gemeldet): TSV Calw II (STB 1), ASV Veitsbronn (Bayern 2), TV Neugablonz (Bayern 3).

Samstag 23. Februar ab 11 Uhr in Vaihingen/Enz:
Aufstiegsspiele in die 1. Bundesliga Süd der Frauen
Teilnehmer: TSV Ötisheim (Süd 1), TSV Gärtringen (Süd 2), TV Käfertal (West 1), TV Langen (West 2)

Samstag 23. Februar ab 14 Uhr in Stuttgart-Stammheim:
Aufstiegsspiele in die 1. Bundesliga Süd der Herren
Teilnehmer: TV Stammheim (Süd 1), TV Hohenklingen (Süd 2), TV Waibstadt (West 1), TV Wünschmichelbach (West 2)

Sonntag 24. Februar ab 10 Uhr in Gärtringen
Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga Süd der Herren
Teilnehmer: TSV Gärtringen (STB 1), TV Heuchlingen (STB 2), TSV Unterpfaffenhofen (Bayern 1), TuS Frammersbach (Bayern 2)
 

Kuriose Stimmung beim Abstiegs-Endspiel

10.02.2019
Eine seltsame Mischung aus Trauer und Freude lag in der Luft der Walter-Lindner-Halle. Gerade hatten die Bundesliga-Faustballer des TSV Calw das Lokalderby gegen den TV Waldrennach gewonnen – und erfahren, dass sie trotzdem, gemeinsam mit den „Waldis“, absteigen.
TSV Calw – TV Waldrennach 5:3 (8:11, 11:7, 9:11, 11:8, 3:11, 11:6, 11:7, 11:7)
Sechs übrig gebliebene Mohikaner auf Seiten der Calwer standen sich beim Warmmachen gleich zehn Waldrennachern gegenüber, und auf der prall gefüllten Tribüne mit dem Rekordbesuch von weit über 200 Zuschauern – darunter auch die U18-Frauenteams aus Görlitz und Glauchau, die zuvor an der Süddeutschen Jugend-Meisterschaft teilnahmen – herrschte gespannte Vorfreude. Die wurde nicht enttäuscht, denn es entwickelte sich schnell ein spannendes Duell auf hohem Niveau.
Der TSV Calw begann mit der Aufstellung, die vor zwei Wochen dem TV Vaihingen/Enz beim 3:5 einen harten Fight lieferte und zuletzt beim Vierten FBC Offenburg 5:2 gewann. Mit Raphael Schlattinger und Philipp Kübler am Schlag, Nick Stoll im Zuspiel und Lukas Gruner / Heiko Bestle in der Abwehr. Die seit Wochen verletzten Bernd Bodler und Mathias Zierer saßen einmal mehr nur auf der Tribüne. Der TVW setzte auf den Paradeangriff mit Markus Kraut und Jeremy Wuhrer, dahinter Kai und Niklas Ehrhardt sowie Oliver Kraut. Und die Gäste legten los wie die Feuerwehr: 1:4 stand es schnell, dann kamen die Calwer ins Spiel und gingen bei 6:5 erstmals in Führung. Doch Wuhrer und Markus Kraut wurden gut in Szene gesetzt und punkteten fleißig. 8:11, die Führung für Waldrennach.
Ein ähnliches Bild, nur umgekehrt, bot sich nach dem Seitenwechsel. Diesmal ging Calw in Führung, zog über 5:1 auf 8:3 davon und glich mit einem sicheren 11:7 aus. Danach schien es, als ob die Hausherren die Siegformel gefunden hätten. Philipp Kübler punktete sogar bei Blocksituationen, sein Team lag 6:2 vorn. Doch nach einer Auszeit kamen die Gäste zurück, holten Punkt für Punkt auf. Jeremy Wuhrer sorgte mit einer kurzen Angabe für Jubel bei seinen Kameraden (9:11).
Den aufregendsten Durchgang seit langem erlebte das Publikum aber danach. Waldrennach setzte jetzt auf Abwehr-Crack Carsten Scheerer (für Niklas Ehrhardt) – und lag nach wenigen Minuten 5:0 vorn. Danach die vielleicht spielentscheidende Szene: Ein spektakulärer langer Ballwechsel mit etlichen Blocksituationen und Abwehrparaden wurde von Raphael Schlattinger zugunsten der Calwer abgeschlossen. Ein Ballgewinn, der wie eine Befreiung wirkte. In der Folge sahen die Zuschauer gleich mehrere Aktionen der „Marke: Weltklasse“ auf beiden Seiten und ein Spiel mit offenem Visier. Bei 8:8 rettete Nick Stoll einen „Unerreichbaren“ für die Calwer, die nun drei Mal in Folge punkteten und zum 2:2 nach Sätzen ausglichen.
Aber nach dem neuerlichen Seitenwechsel das gleiche Spiel: Die Calwer Abwehr mit Gruner, Bestle und Stoll stand gut, doch das Zuspiel passte nicht. Schlattinger konnte sich nicht in Szene setzen. Auf der anderen Seite drehte Markus Kraut auf und führte seine Waldrennacher zum klaren Satzsieg (3:11) und zur neuerlichen Führung (2:3 Sätze). Und wieder schaffte Calw den Ausgleich. Bei 6:4-Führung probierten die Waldrennacher mit der Einwechslung von Simon Keck für Wuhrer und von Martin Neuweiler für Kai Ehrhardt, das Ding zu drehen. Vergeblich, erneut gewann die von der Tribüne aus gesehen rechte Feldseite.
Das änderte sich nach der zweiten 10-Minuten-Pause. Der TSV Calw erkämpfte sich den besseren Start, während bei den Waldis nicht viel zusammenlief. 7:1 führten die Heimischen, ehe der Gast noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. Und auch danach bestimmte nun der TSV das Geschehen. „Dozi“ Schlattinger drehte auf wie zu seinen Zeiten vor der langen Verletzung, während die Gäste-Angreifer sich nicht in Szene setzen konnten. TSV-Allrounder Kübler konnte sich ebenso auszeichnen wie die spielfreudige Abwehrreihe. Mit einem langen Angaben-Ass setzte Schlattinger den Schlusspunkt.
Stimmen
Thomas Stoll, Trainer TSV Calw: „Wir sind mit den Bällen der Waldrennacher auf der linken Feldseite beim Zuspiel einfach nicht zurechtgekommen. Wir haben dann auf Zuspiel mit Drall umgestellt,das hat geklappt. Glückwunsch nach Unterhaugstett zum Klassenerhalt! Für uns ist der Sieg ein versöhnliches Erlebnis, ich bin glücklich über diese Leistung. Sie zeigt, was in dieser Saison ohne unser Verletzungspech möglich gewesen wäre.“
Philipp Kübler, TSV Calw: „Wir sind nicht traurig über den Abstieg, denn das war ja schon zuvor fast klar. Jetzt haben wir zwei Siege in Folge gefeiert, das baut uns auf. Jetzt wollen wir mit einem Sieg nächsten Samstag gegen TV Oberndorf den TV Waldrennach in der Tabelle hinter uns lassen.“
Oliver Kraut, TV Waldrennach: „Das war ein hochklassiges Spiel mit sehr guten Aktionen, vor einer tollen Kulisse. Wir wussten, dass im Fernduell der TV Unterhaugstett heute gute Karten hat, uns in die zweite Liga zu schicken. Aber wir wollten gewinnen, das waren wir uns und unseren Zuschauern nach dieser Saison schuldig. Schade, dass es nicht geklappt hat. Wir wechselten Jeremy Wuhrer aus, weil er Wadenprobleme hatte. Carsten Scheerer sollte Sicherheit in die Abwehr bringen.“
 

Süddeutsche Meisterschaft U18 weiblich in Calw


09.02.2019
Starker Jugend-Faustball aus Bayern, Sachsen, Schwaben
Sieben Mannschaften aus drei Bundesländern kämpften um bestmögliche Platzierungen bei der Süddeutschen Meisterschaft. Das Publikum in der Walter-Lindner-Halle in Calw erlebte spannende Begegnungen auf hohem Niveau. Da aufgrund der Meldung von sieben Mannschaften eine Vierer- und eine Dreier-Gruppe gebildet werden mussten, blieb es nicht aus, dass ein Team vorzeitig die Taschen packen musste. Es erwischte den TV Hohenklingen, den Dritten der Schwaben-Meisterschaft, der bis zuletzt tapfer um jeden Ball kämpfte. Das Halbfinale hatten der TSV Calw und der MTV Rosenheim – beide aufgrund des besseren Ballverhältnisses gegenüber den Gruppen-Zweiten – erreicht.
In den Viertelfinals setzte sich der TSV Gärtringen gegen SV Energie Görlitz (2:0) und der ASV Veitsbronn gegen FV 1925 Glauchau-Rothenbach (2:1) durch. Die unterlegenen sächsischen Gäste, die weitgehend mit der schwäbisch-bayrischen Konkurrenz bei dieser Meisterschaft mithielten, nahmen den geteilten 5. Platz der Süd-Meisterschaft ein. Es folgten zwei hochklassige Halbfinalspiele. Im schwäbischen Derby gelang zunächst den Gärtringerinnen der bessere Start, dann kamen die Calwerinnen richtig ins Rollen, drehten Satz 1 noch und gewannen mit 2:0. Im zweiten Semifinale setzte sich das bayrische Rosenheim gegen das fränkische Veitsbronn durch.
Im Duell um Platz 3 schaffte Gärtringen gegen die Veitsbronnerinnen, die bereits ein Spiel mehr in den Knochen hatten, mit einem 2:1-Sieg den Sprung auf das (virtuelle) Podest. Die Rosenheimerinnen versuchten alles im Endspiel, doch der Gastgeber aus Calw drehte förmlich auf und jubelte am Ende. Beide Finalisten haben die Qualifikation für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft U18 geschafft, die am 30./31. März in Pfungstadt/Hessen stattfindet.

Alle Infos hier
bzw. unter dem Reiter SDM U18w 2019.