News aus dem Monat August 2018

Zu viel Respekt vor den “Heidschnucken”

[insert_php] $zid = rand().rand(); [/insert_php]
   

Die Erwartungen waren nach einer starken Saison hoch – bei den Fans und den Spielerinnen des TSV Calw (Foto: DFBL/Schönwandt). Doch bei der deutschen Meisterschaft in Ahlhorn war viel zu früh Feierabend…

TSV Calw – TV Jahn Schneverdingen 0:3 (9:11, 10:12, 5:11)

Bereits nach drei Sätzen hatten die inzwischen reichlich DM-erfahrenen Frauen des TSV Calw am Samstag bereits ihre Taschen zusammengepackt. Sie fanden in ihrem Qualifikationsspiel kein Mittel gegen den TV Jahn Schneverdingen – und gegen die eigene Nervosität. Zunächst standen die Schlagfrauen im Blickpunkt: Stephanie Dannecker (Calw) und Aniko Müller (Schneverdingen). Beide punkteten häufig mit starken Angaben. Die Calwer Abwehrreihe mit Weltmeisterin Annika Bösch und Jasmin Sackmann wirkte nervös und so zog der TV Jahn flink auf 4:7 davon. Henriette Schell agierte im Angriff sicher, aber nach gerade auskurierter Schulterverletzung nicht durchschlagsstark genug. Auch Schneverdingen war zwar nicht sattelfest in der Defensive, punktete aber häufiger. Calw kam noch auf 8:9 und 9:10 heran, ehe Müller erneut zuschlug und den Satzgewinn für Schneverdingen sicherte.
 

Im zweiten Durchgang zeigte sich Laura Flörchinger in der Mitte aufmerksam, auch die Abwehr erholte sich und Dannecker/Schell zielten genau. 6:1 führte Calw, der Schnellzug schien zu rollen. Dann nahm der Gegner eine Auszeit und punktete fünf Mal in Serie zum 6:6. Erneut gelangen den Calwern gute Spielzüge zum 9:7, aber Müller konterte doppelt über Bösch. Auszeit Calw. Lisa Kübler ersetzte in der Mitte Laura Flörchinger, doch auch sie konnte nichts mehr gegen die nun mutigen Niedersächsinnen ausrichten: 10:12. Ein Schock, von dem sich die Calwerinnen nicht mehr erholten. Der letzte Satz ging 5:11 an die „Heidschnucken“, die Meisterinnen von 2016 und 2017.
 

„Gegen Schneverdingen haben wir in den letzten Jahren nie gut ausgesehen. Wir sind mit zu großem Respekt auf dem Feld gestanden“, berichtete TSV-Abwehrspielerin Sandra Janot. „Den zweiten Satz hätten wir gewinnen müssen, ganz klar. Dann wäre es vielleicht anders gelaufen.“ Und Hinrike Seitz, Zuspielerin von Schneverdingen, wunderte sich: „Eigentlich hatte ich schon erwartet, dass wir über vier oder fünf Sätze gehen müssen.“

 

Deutsche Meisterschaft: Bronze für Calw!

20.08.2018
Sensationelle Spiele, spannende Entscheidungen, ein kleines Finale als Hitchcock-Krimi mit Happy End für den TSV Calw: Die Männer holen bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft Bronze! Die Calwer Löwinnen hingegen gingen leer aus, sie unterlagen ihrem Angstgegner TV Jahn Schneverdingen glatt.
Ausführliche Berichte folgen…

i-Tüpfelchen auf eine große Saison

 

[insert_php] $zid = rand().rand(); [/insert_php]
  15.08.2018
Das Faustball-Überraschungsteam des TSV Calw schiebt „Überstunden“. Nach dem Durchmarsch von der dritten Liga in die 1. Bundesliga innerhalb von zwei Jahren schlossen die TSV-Männer eine herausragende Feldrunde als Südstaffel-Zweiter ab. Die Belohnung gibt’s am Wochenende: die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft.
 
Ein erfahrener Haudegen wie Angreifer Bernd Bodler weiß, dass in Ahlhorn etwas Besonderes auf ihn und seine jungen Mitstreiter der Calwer „Löwen“ zukommt, wenn sie am Samstag zu ihrem Ausscheidungsspiel gegen den dritten Qualifikanten aus der Nordstaffel auflaufen. Das ist kein geringerer als Gastgeber Ahlhorner SV. „Eine DM ist immer außergewöhnlich“, weiß Bodler. „Vor einer großen Kulisse zu spielen und dann noch gegen die Heimmannschaft – das wird sicher sehr laut und emotional werden.“ Die Blauweißen aus dem flachen Land zwischen Celle und Bremen werden in der Faustball-Arena Katharinenstraße ein euphorisches Publikum hinter sich haben, die Zuschauerzahl dürfte vierstellig ausfallen.
Der Modus ist einfach: wer verliert, kann die Taschen zusammenpacken und es sich auf der Tribüne gemütlich machen. Der Sieger hingegen trifft in der Vorschlussrunde auf den amtierenden deutschen Meister VfK Berlin, den großen Favoriten neben Süd-Primus TSV Pfungstadt. „Ich hoffe natürlich das Halbfinale zu erreichen, aber das wird sehr schwer“, ahnt Bodler. Vieles hängt vom athletischen Calwer Hauptschlagmann Raphael Schlattinger ab, der zuletzt mit dem Schweizer Nationalteam für die bevorstehende EM (25./26. August, Adelmannsfelden) schwitzte. Und natürlich auch von der jungen Abwehrreihe mit Nick Stoll, Philipp Kübler, Lukas Gruner und Mathias Zierer, die in der ungewohnten „heißen“ Atmosphäre sicherlich ganz schön unter Beschuss genommen werden.
Trainer Thomas Stoll hält den Ball aber keineswegs flach. „Natürlich ist es für uns bereits ein großer Erfolg, gleich im ersten Bundesliga-Jahr die Qualifikation unter die Top-6 in Deutschland geschafft zu haben. Aber meine Mannschaft hat über weite Strecken der Saison sehr gut gespielt und sich die Endrunden-Teilnahme eindeutig verdient.“ Die Schwarzwälder fahren mit breiter Brust und in Bestbesetzung nach Niedersachsen – übrigens gemeinsam mit den Fans im großen Reisebus. Dies hatte sich schon im Vorjahr bei den Aufstiegsspielen als optimale Einstimmung erwiesen. Nur der frischgebackene U21-WM-Zweite Philipp Kübler laboriert an einer Blessur an der Hand. Der Einsatz des schnellen Abwehrspielers ist aber voraussichtlich nicht gefährdet.
Da die Calwer dieses Turnier in ihrer Saisonplanung eigentlich gar nicht vorgesehen hatten, musste Trainer Stoll in der Vorbereitung nicht immer auf alle seine Männer zugreifen. „Wir sind aber absolut fit für den Vergleich mit Ahlhorn. Super wäre es, wenn wir unsere bestmögliche Leistung abrufen könnten – dann wäre es möglich, um die Medaillenplätze mitzuspielen.“ Aufeinander getroffen sind die beiden Kontrahenten übrigens noch nie. „Deshalb ist diese Mannschaft eine Unbekannte für uns. Dies gilt aber auch umgekehrt für die Ahlhorner. Ich sehe unsere Chancen auf einen Sieg bei 50 Prozent. Mit dem Publikum im Rücken wird der Gastgeber alles andere als ein leichter Gegner sein“, so Thomas Stoll. Vor dem Duell drückt der Trainer und Abteilungsleiter in Personalunion natürlich auch den Calwer Frauen die Daumen. „Mit dem notwendigen Quäntchen Glück ist alles drin.“
Deutsche Meisterschaften Feldfaustball
der Frauen und Männer in Ahlhorn

Samstag
10 Uhr Eröffnung / Qualifikationsspiele
Frauen TSV Calw (Süd 2) – TV Jahn Schneverdingen (Nord 3)
Männer TV Voerde (Nord 2) – TV Schweinfurt-Oberndorf (Süd 3)
Frauen VfL Kellinghusen (Nord 2) – TV Eibach 03 (Süd 3)
Männer TSV Calw (Süd 2) – Ahlhorner SV (Nord 3)
14 Uhr Halbfinalspiele
Frauen Ahlhorner SV (Nord 1) – Sieger Calw/Schneverdingen
Männer TSV Pfungstadt (Süd 1) – Sieger Voerde/Oberndorf
Frauen TSV Dennach (Süd 1) – Sieger Kellinghusen/Eibach
Männer VfK Berlin (Nord 1) – Sieger Calw/Ahlhorn
Sonntag
10 Uhr Frauen um Platz 3
11.15 Uhr Männer um Platz 3
13 Uhr Frauen Finale
14.15 Uhr Männer Finale

[insert_php] $zid = rand().rand(); [/insert_php]
     
   
 
 

2. Bundesliga, wir kommen!

[insert_php] $zid = rand().rand(); [/insert_php]
  09.08.2018
Faustballabteilung feiert den Aufstieg der Frauen II

 

 

Foto links:
Zweitliga-reif: Adina Stoll, Leonie Pfrommer, Franziska Habitzreither, Kristin Heuer, Anna Winkler, Maren Heuer.

28:0 Punkte und üppige zehn Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSV Niedernhall – mit dieser glänzenden Bilanz hatten sich die Schwabenliga-Meisterinnen, die Frauen II des TSV Calw, für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga Süd qualifiziert. Da Außenseiter Fortuna Seebergen aus Thüringen seine Teilnahme am Turnier in Görlitz seine Teilnahme zurückzog, brauchen die Calwerinnen nun gar nicht erst die 640 km lange Reise an die polnische Grenze antreten: Sie steigen zusammen mit dem Sachsen-Meister SV Energie Görlitz in die zweithöchste Spielklasse auf.
 
Der TSV Calw II bildet damit ab der Feldrunde 2019 eine noch schlagkräftigere Nachwuchs-Basis für die „Erste“, die seit neun Jahren der höchsten Liga angehört und nächstes Wochenende (18./19. August) in Ahlhorn einmal mehr um die deutsche Meisterschaft kämpft. Lediglich zwei Sätze hatte die junge „Zweite“ überhaupt in diesem Sommer abgegeben. „Eigentlich schade, dass wir nun kampflos aufsteigen“, sagt Allroundspielerin Adina Stoll. „Ich bin sicher, wir hätten es im sportlichen Vergleich in Görlitz auch geschafft.“ Im letzten Winter waren die Calwer Frauen II bei den Hallen-Aufstiegsspielen in Bad Staffelstein noch knapp unterlegen. „Wir haben uns aber inzwischen nochmals weiterentwickelt und greifen in der kommenden Hallenrunde wieder an. Dann wollen wir künftig ganzjährig Zweite Liga spielen“, gibt Maren Heuer, mit 21 Jahren die Erfahrenste beim TSV Calw II, das nächste Ziel vor.
 
Die Integration junger hungriger „TSV-Löwinnen“ geht unterdessen weiter. Neben dem eigentlichen Spielerstamm mit Franziska Habitzreither, Maren und Kristin Heuer, Leonie Pfrommer, Adina Stoll, Katrin Strobel und Anna Winkler, durften bereits die noch jüngeren Helena Bär und Angelina Schmidberger in der Schwabenliga erste Erfahrungen sammeln.