1:5 in Käfertal – da war mehr drin

18.06.2023

Calwer Bundesliga-Männer halten insbesondere in den ersten Sätzen stark mit

Beim Tabellenzweiten, das war schon vorher klar, ist die Luft dünn für die Calwer Bundesliga-Männer. Mit 5:1 Sätzen wurde der TV 1880 Käfertal auf heimischem Rasen in Mannheim seiner Favoritenrolle vollauf gerecht.

TV 1880 Käfertal – TSV Calw 5:1 (15:14, 11:9, 7:11, 11:8, 11:5, 11:7)

Doch ganz so klar, wie es das Ergebnis ausdrückt, war das Duell nicht. „Wir hatten uns vorgenommen, die Käfertaler zu ärgern. Bis zur ersten 10-Minuten-Pause hätten wir mit 2:1, vielleicht sogar 3:0 Sätzen führen müssen“, berichtet Calws Abwehrspieler Leandro Schmidberger (Foto). Im ersten Durchgang hatte sein Team zwei Satzbälle in der Verlängerung, konnte das 14:13 aber trotz Schuss-Chancen nicht durchbringen. Auch Satz 2 ging etwas glücklich an die Hausherren. „Immer fehlte das letzte Bisschen“, so Betreuer Timo Gruner. Im dritten Satz passte praktisch alles, prompt verkürzten die „Löwen“.

Nach der Pause legten die Käfertaler zu, die neben dem TSV Pfungstadt als Favorit auf die Teilnahme an der DM in Unterhaugstett (15./16. Juli) geführt werden. „Dozi hat ein starkes Spiel gemacht, eine tolle Punktequote und praktisch komplett fehlerfrei“, so Schmidberger über Calws Hauptschlagmann Raphael Schlattinger. „Aber der Gegner war insgesamt einfach stärker als wir. Käfertals Schlagmann Marcel Stoklasa hat hinten raus unglaublich gut gespielt. Der Rasen war tief und wir sind leider nicht damit zurechtgekommen – auch nicht, nachdem die Positionen von Nick Stoll (Mitte) und Philipp Kübler (Zweitschlag) getauscht wurden.“

Am nächsten Samstag, 16 Uhr, wird es für die Löwen keineswegs einfacher: Sie treten beim Tabellenführer, deutschen Meister und Weltpokalsieger TSV Pfungstadt an.