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Fotogalerie von Roland Wurster

Unser TSV-Vereinskamerad Roland Wurster ist häufig auf unseren Heimspielen zu Gast, um Top-Fotos zu schießen. Seine Bilder von unserem Männer-Sieg in der 1. Bundesliga gegen den TV SW-Oberndorf findet Ihr hier auf Flickr:

Faustball-Bundesliga Männer Calw-Oberndorf 2026-05 | Flickr

 

Vielen Dank, Roland!

Hier eine kleine Auswahl – alle Fotos (C) Roland Wurster

 

 

Calwer „Löwen“ auf Play-off-Kurs

16.05.2026

Die Bundesliga-Faustballer überzeugen mit einer starken Leistung beim verdienten 5:2-Heimsieg gegen den Angstgegner aus Schweinfurt.

 

Und wieder wurde gejubelt beim TSV Calw. Foto: SH 

 

Nach einem spielerisch und kämpferisch überzeugenden Saisonstart der Calwer Bundesliga-Faustballer (4:2 Punkte gegen drei starke Gegner) war am Samstag der Auftritt gegen den TV SW-Oberndorf mit Spannung erwartet worden. Die Franken sind so etwas wie ein Angstgegner, im Vorjahr unterlagen die „Löwen“ sowohl in Schweinfurt wie auch zuhause mit 3:5 Sätzen und mussten damit ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme am DM-Finalturnier begraben. „Wir wollten eine weitere Niederlage unbedingt vermeiden und das ist uns mit einem richtig guten Spiel gelungen“, war TSV-Schlagmann Markus Kraut nach dem letztlich klaren 5:2-Sieg „gegen diesen unbequemen Gegner“ erleichtert.

 

TSV Calw – TV SW-Oberndorf 5:2 (11:8, 15:13, 10:12, 11:7, 7:11, 11:7, 11:2)

Der Faustballplatz in Altburg machte seinem Ruf als windanfällige Anlage alle Ehre. Kräftige kalte Böen verhinderten ein technisch blitzsauberes Duell. „Trotzdem“, so TVO-Nationalspieler Maxi Lutz, „haben es beide Mannschaften geschafft, meist sauber zuzuspielen“. So bekam das Publikum dann doch zahlreiche spannende Ballwechsel und spektakuläre Aktionen zu sehen.

 

Oliver Bauer (verletzt) fehlte auf Seite der Gäste, Ricardo Lebherz (beruflich) in der Calwer Abwehr. Bei einem längeren Spielverlauf hätte das durchaus für Probleme beim Heimteam sorgen können. Denn Nick Stoll musste schon zu Beginn des dritten Satzes mit einer wieder aufgebrochenen Schenkelzerrung raus. Philipp Kübler, der zuletzt an Knieproblemen laborierte, wechselte ins Zentrum und machte einen hervorragenden Job als Abfangjäger der gegnerischen Angaben und Kurzbälle durch Nico Bitsch und Fabian Sagstetter. Marco Stoll und Leandro Schmidberger hatten in der Abwehr reichlich zu tun. Calws Hauptschlagmann Raphael Schlattinger präsentierte einmal mehr seine aktuell großartige Form und Markus Kraut sein Können als läuferisch starker und cleverer Assistent.

 

Der TSV Calw kam gut in die Begegnung, führte früh nach Bällen und holte sich den ersten Satz, nachdem die Franken bis auf 8:8 herankamen. Umgekehrt der zweite Satz, als die Heimmannschaft einem 4:8-Rückstand hinterherlief und zwei Satzbälle abwehrte. Bei 8:10 drosch Schlattinger die Kugel zwei Mal auf die Grundlinie und nutzte seinen vierten Satzball zur beruhigenden 2:0-Führung. Nach Stolls Auswechslung aber benötigte die Mannschaft um Kapitän Schlattinger einige Minuten, um wieder auf Touren zu kommen, holte nach und nach auf, wehrte einen Satzball ab, doch der Gast verkürzte.

 

Nach der obligatorischen 10-Minuten-Pause (immer nach drei Sätzen) ging es nicht mehr so knapp zu. Calw gewann den vierten Satz, Oberndorf verkürzte im wichtigen fünften. Dann zeigten die TSV-Männer Faustball wie aus einem Guss, spielten fast völlig fehlerfrei und hatten den Gegner in der Zange. Nach sieben Sätzen war die Begegnung beendet. Spieler, Betreuer und das Publikum atmeten auf mit dem Blick auf die Tabelle, die den TSV Calw auf Platz 3 ausweist.

 

„Gut, dass wir jetzt zwei Wochen Pause haben bis zum nächsten Spiel beim NLV Vaihingen, damit sich Nick (Stoll) und Philipp (Kübler) ein wenig regenerieren können. Jetzt liegen wir auf Kurs Play-off-Spiele und das wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen“, so Markus Kraut. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir zuletzt an unseren Laufwegen und an taktischen Dingen gearbeitet und diese auch umgesetzt haben.“ Maximilian Lutz auf TVO-Seite haderte mit „diesen kleinen, aber entscheidenden Fehlern in den wichtigen Momenten“, wie etwa beim „verschenkten Satzausgleich zum Spielbeginn“.

 

Am Samstag, 30. Mai, geht es beim NLV Vaihingen für die Calwer weiter, ehe am 6. und 7. Juni beim TV 1880 Käfertal und gegen TV Eibach 08 die Vorrunde abgeschlossen wird.

Schwerarbeit mit zwei Siegen belohnt

11.05.2026

Die Bundesliga-Faustballer des TSV Calw erkämpfen in 18 Sätzen innerhalb von nur 22 Stunden vier Zähler gegen bärenstarke Gegner.

 

 

Der TSV Calw hat in der Faustball-Bundesliga Nehmer-Qualitäten wie ein angeschlagener Boxer bewiesen. Der Spielplan hatte es so vorgesehen, dass die Männer des Trainer-Duos Thomas und Nico Stoll am Samstag um 18 Uhr beim unbequemen TV Vaihingen/Enz und am Sonntag ab 14 Uhr zuhause gegen den nicht weniger starken TV Stammheim antreten mussten. Nach zwei kräftezehrenden und nervenaufreibenden Begegnungen gingen die Calwer müde, aber euphorisiert von zwei knappen Siegen vom Platz.

 

TV Vaihingen/Enz – TSV Calw 4:5 (5:11, 11:6, 7:11, 11:8, 9:11, 11:4, 8:11, 11:5, 9:11)

Der Sportplatz am Vaihinger Alten Postweg weckt wenig gute Erinnerungen bei den Calwern, denn hier taten sie sich meist schwer. Beim jüngsten Duell mit dem TVV war es allerdings vor allem der Rasen – insbesondere das Spielfeld auf der Südseite –, das es den Sportlern schwer machte. Auch dem Heimteam. Auf dem holprigen Geläuf verloren beide Kombattanten abwechselnd je vier Sätze. So musste im Duell zweier technisch und konditionell auf Augenhöhe agierenden Mannschaften ein neunter Satz entscheiden. Die Vaihinger um ihre weltmeisterlichen Regisseure Jakob Knodel und Jaro Jungclaussen gingen zum Seitenwechsel mit 6:5-Führung in den letzten Seitenwechsel. Da packten die Calwer letzte Kraftreserven aus, schafften drei Mal ein Mini-Break und nutzten ihren dritten Matchball zum wichtigen Auswärtssieg.

 

TSV Calw – TV Stammheim 5:4 (11:9, 11:8, 12:10, 9:11, 11:9, 4:11, 10:12, 7:11, 12:10)

Wer nun meinte, am nächsten Tag würde es weniger spannend zugehen, sah sich getäuscht. Zur ersten obligatorischen 10-Minuten-Pause nach drei Sätzen sah alles nach einem klaren Calwer Sieg aus, erst recht bei 4:1-Satzführung. Dann spielte Stammheim wie aus einem Guss. Die Abwehr mit einem starken Tobias Beck und Felix Klassen in der Mitte stand wie eine Eins, der junge Angreifer Fynn Erlenmayer, der vor anderthalb Jahren aus Unterhaugstett zu den Stuttgartern wechselte, zeigte sein großes Talent als Schlagmann, der die Calwer Offensivreihe mit Raphael Schlattinger und Markus Kraut mit starken Angriffen mehrmals düpierte. Beim Stand von 4:4 und bei 4:6 Bällen zum Seitenwechsel sprach nichts mehr für die Heimmannschaft. Bei 8:10 und zwei Matchbällen für Stammheim zeigten die Calwer aber doch noch einmal, zu was die Mannschaft in der Lage ist. Erlenmayer ging zu wenig Risiko ein, Schlattinger und sein Team nutzten dies und holten vier Bälle in Serie zum zweiten 9-Satz-Sieg innerhalb von exakt 22,5 Stunden.

 

Stimmen

Raphael Schlattinger, Kapitän und Angreifer TSV Calw: „18 Sätze in so kurzer Zeit – da fühlt sich der Körper nicht mehr gut an. Aber es hat sich gelohnt. Ich habe es mir nach der 4:1-Führung leichter vorgestellt, aber wir hatten Probleme mit Erlenmayers Kurzbällen und waren nicht mehr so spritzig. Beim 4:4-Satzausgleich dachte ich schon, das war’s. Was Klassen und Beck in der Abwehr rausgezogen haben, war krass. Wir waren aber auch zeitweise zu hektisch. Nun geht es am Samstag um 16 Uhr gegen den TV SW-Oberndorf, auch das wird hart und unangenehm. In dieser Liga gibt es einfach keine leichten Gegner.“

Max Gayer, Angreifer TV Stammheim: „Schade, dass es im Faustball kein Unentschieden gibt. Es war extrem knapp und wir haben bewiesen, dass wir in die vordere Tabellenhälfte der Liga gehören.“

Die Löwinnen mischen weiter vorne mit

11.05.2026

Faustball-Bundesliga der Frauen: Calwer Löwinnen feiern drei Siege in vier Spielen.

 

Am Wochenende kam es zu den ersten Top-Begegnungen der 1. Frauen-Bundesliga. Im Blickpunkt standen die Duelle des TSV Calw mit den als Meisteranwärterinnen gehandelten Sportlerinnen vom TSV Dennach und dem TV Segnitz. Im direkten Zweikampf schlug Dennach die Calwerinnen und übernahm die Tabellenführung, während Calw wiederum den TV Segnitz überraschend souverän abblitzen ließ.

 

TV Stammheim – TSV Calw 0:3 (8:11, 4:11, 8:11); TSV Dennach – Stammheim 3:0 (11:7, 11:9, 14:12); Calw – Dennach 0:3 (7:11, 8:11, 10:12)

Im Stuttgarter Norden hatte sich Gastgeber TV Stammheim, zuletzt mit starkem Aufwärtstrend, einiges vorgenommen gegen die „Großen“ vom Schwarzwaldrand – konnte gegen die technisch und läuferisch versierten Favoriten aber den Heimvorteil nicht ummünzen. Nachdem das Löwenrudel von Trainer Rolf Schlotter gegen das Team aus der Landeshauptstadt keinerlei Zweifel zuließen, tat sich Dennach etwas schwer gegen die cleveren halblangen Bälle von TVS-Schlagfrau Melanie Israel. Den Klassiker zwischen Calw und Dennach gewannen die „Pink Ladies“. Rolf Schlotter: „Dennach fand gleich ins Spiel, während sich bei uns immer wieder kleine Fehler einschlichen und wir in allen Sätzen früh einem Rückstand hinterherlaufen mussten.“

 

TV 1880 Käfertal – TSV Calw 0:3 (7:11, 9:11, 6:11); TV Segnitz – Käfertal 3:1 (13:11, 7:11, 11:6, 11:8); Calw – Segnitz 3:0 (14:12, 11:8, 11:7)

Am Sonntag war Calw erneut gefordert – gegen starke Kontrahenten. „Wir hatten einen richtig guten Tag in Mannheim“ freute sich Kapitänin Leonie Pfrommer nach einer auch von ihr in der Abwehr herausragenden Leistung. Die Siege gegen Käfertal und vor allem Segnitz mit der Weltklasse-Schlagfrau Svenja Schröder waren in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten. „Im ersten Spiel hatten wir eine kämpferische Leistung gezeigt, das wollten wir auch gegen Segnitz mitnehmen“, so Leonie Pfrommer. Das gelang mit einer laufstarken Samantha Lubik in der Mitte und dem Angriffsduo Henriette Schell und Fenja Stallecker. Mit diesem Sieg untermauerte der TSV Calw seine Ambitionen, bei der Meisterschaftsendrunde in Bardowick (Niedersachsen, Mitte Juli) dabei zu sein.

 

Nun steht erst einmal eine längere Pfingstpause an. Die Calwerinnen greifen erst am 13. Juni wieder ins Bundesliga-Geschehen ein.