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Ärgerliche Niederlage gegen starke Pfungstädterinnen

14.06.2026

Nun muss im Rückspiel am nächsten Sonntag die Revanche gelingen

 

Starker Einsatz von Nadine Maisenbacher, links Fenja Stallecker, in der Mitte Patricia Lebherz. Foto: Roland Wurster

 

 

Vier Mal rief der Bundesliga-Spielplan am letzten Wochenende den TSV Calw aufs Spielfeld: am Samstag zuhause gegen Verfolger TSV Pfungstadt und den Tabellenletzten TV SW-Oberndorf, am Sonntag in Unterhaugstett gegen die abstiegsgefährdeten Gegner TVU und SV Energie Görlitz. Drei klaren Siegen stand eine ärgerliche Niederlage gegenüber.

 

TSV Calw – TSV Pfungstadt 2:3 (11:9, 10:12, 8:11, 11:9, 6:11)
TV SW-Oberndorf – Calw 0:3 (9:11, 6:11, 7:11)
Pfungstadt – SW-Oberndorf 3:0 (11:4, 11:8, 11:9)

 

Nadine Maisenbacher erwartet die Angabe der starken Pfungstädterin Teresa Spadinger. Foto: Roland Wurster

 

Der TV SW-Oberndorf war am Samstag nur Nebendarsteller auf dem Sportplatz in Calw, denn im Fokus stand die Begegnung zwischen den ambitionierten DM-Anwärtern. Wie so häufig blies der Schwarzwald-Fallwind aus Westen kräftig und bog die Leine durch. Am Ende jubelte der Gast aus Hessen über einen ganz wichtigen Sieg. „Das war eine richtige Windschlacht und viele Bälle sind auf die Kappe der Böen gegangen. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, so Pfungstadt-Kapitänin Kim Trautmann.

 

Allerdings bewies ihr Team auch eine starke Moral nach Satzrückstand, während die Einheimischen ab Mitte des zweiten Durchgangs – bei 6:3-Führung – plötzlich nicht mehr auf Touren kamen. Calw-Trainer Rolf Schlotter: „Die Mannschaftsleistung war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Da haben bei jeder Spielerin die letzten zehn Prozent Einsatz gefehlt, war keine Gier zu spüren. Das müssen wir im Rückspiel nächste Woche anders machen. Wir wollen als Zweiter zur DM-Endrunde nach Bardowick fahren. Gut, dass wir in Schweinfurt spielen. Ich habe das Gefühl, dass wir uns zuhause schwerer tun.“

 

Nach dem langen Fünf-Satz-Duell ging der Spieltag flotter über die Bühne, auch wenn sich Oberndorf gegen beide Gegner wehrte und jeweils einmal nur mit 9:11 Bällen unterlag – sich aber nicht belohnen konnte.

 

TV Unterhaugstett – SV Energie Görlitz 2:3 (10:12, 15:13, 10:12, 11:9, 8:11)
Görlitz – TSV Calw 0:3 (3:11, 7:11, 6:11)
Unterhaugstett – Calw 0:3 (2:11, 6:11, 7:11)

 

Ganz schön was los war auf dem Unterhaugstetter Sportplatz, wo neben den Bundesliga-Frauen auch ein wuseliger Kinder-Spieltag für stimmungsvollen Faustball sorgte. Bei herrlichem Wetter mit leichten Böen sollte sich der Favorit aus Calw an diesem Tag keine Blöße geben und gewann jeweils souverän. Auch hier weckte das Auftaktspiel größeres Interesse, standen doch beide Kombattanten – Unterhaugstett und Görlitz – mit je vier Punkten vor bzw. in der akuten Abstiegszone. In einem umkämpften Match gelang den Sächsinnen mit einer reiferen Leistung der wichtige Sieg gegen den TVU. Anschließend durften Henriette Schell, Fenja Stallecker und, aus der zweiten Calwer Mannschaft, auch Adina Stoll gegen die beiden Underdogs ran. Calw zog sein Spiel sicher und konzentriert durch, die klaren Siege waren nie in Gefahr.

 

Der engagierte TSV-Trainer Rolf Schlotter setzt auf die Rückspiele am Sonntag. Foto: Roland Wurster

 

Zur gleichen Zeit hatte in Segnitz der TSV Pfungstadt seine starke Form mit Siegen gegen den TV Stammheim und den amtierenden Hallen-Meister TV Segnitz unterstrichen und gewann das wichtige Spitzenspiel gegen die Fränkinnen. Die fallen mit nun 14:10 Punkten wohl aus dem Rennen um die drei DM-Plätze, während Pfungstadt zu Calw aufschließt (beide 16:4). Vorn steht weiterhin der TSV Dennach mit makellosen 24:0 Punkten.

 

Am nächsten Sonntag gilt es für die Calwerinnen in Schweinfurt, wenn die Rückspiele gegen den TV SW-Oberndorf und vor allem den neuen Rivalen TSV Pfungstadt steigen. Der Sieger dieses Duells übernimmt mit Platz 2 eine gute Ausgangsposition im Saison-Endspurt und im Hinblick auf die deutsche Meisterschaft.

Siege für unsere „Zweiten“

Zweitliga-Frauen: Serie fortgesetzt

 

Unsere Löwinnen vom TSV Calw 2 sind in der 2. Bundesliga Süd ihrer Serie treu geblieben und haben den schwierigen Heimspieltag am Sonntag mit einer Niederlage und einem Sieg beendet.

 

Gegen den Favoriten vom SV Tannheim hatten die Löwinnen keine Chance, auch weil sie überhaupt nicht ins Spiel fanden und ihre Leistungsmöglichkeiten nicht ausschöpfen konnten. So gab es eine klare Niederlage. Die TG Biberach war der Gegner, gegen den sich das Team um Kapitänin Adina Stoll eine gute Chance ausrechnete. Die nutzten die Calwerinnen kämpferisch und – in den Sätzen 1 und 4 – äußerst nervenstark. Geduldig hielt die Mannschaft den Ball im Spiel und schlug in den entscheidenden Momenten eiskalt zu.

 

Die Calwer Mannschaft: Adina Stoll, Mirjam Brassat, Sandra Langgärtner, Helena Bär, Elisa Becht, Annabell Klopf.

 

Ergebnisse: TSV Calw 2 – SV Tannheim 0:3 (3:11, 7:11, 8:11); TSV Calw 2 – TG Biberach 3:1 (15:13, 8:11, 11:8, 12:10)

 

 

Die Schwabenliga-Männer sind in der Saison angekommen

 

Nur ein Sieg – dann vier Niederlagen in Serie: Die Feldrunde für unsere Schwabenliga-Männer begann, gelinde gesagt, suboptimal. Nun, am dritten Spieltag in Stuttgart-Vaihingen machte es Klick. Und wie: Der Pflichtsieg beim Gastgeber NLV gelang souverän, die Mannschaft steigerte sich mit jedem Satz. Der deutlich stärker einzuschätzende TV Stammheim 2, mit 5:1 Punkten nach Vaihingen gekommen, gewann gegen unsere Löwen den ersten Satz, dann aber drehten die Calwer auf – und den Rückstand in eine 2:1-Führung. Bis zum 10:10 im vierten Satz lagen sie sogar auf Siegkurs, dann setzte sich der TVS durch.

 

Die Calwer Mannschaft: Bastian Dangel, Marcel Gruner, Marco Langgärtner, Moritz Pfrommer, Jan Schnürle.

 

Ergebnisse: NLV Vaihingen 2 – TSV Calw 2 0:3 (9:11, 8:11, 4:11); TV Stammheim 2 – TSV Calw 2 2:2 (11:8, 8:11, 7:11, 12:10)

Als Dritter geht’s in die Play-off-Spiele

07.06.2026

Enttäuschendes 2:5 zuhause gegen Käfertal und ein 5:0-Erfolg bei Aufsteiger Eibach – die Calwer Faustballer kämpfen verbissen um ihre Teilnahme am Meisterschaftsturnier.

 

Nach vier Siegen in Serie lief es für die Calwer gegen den
TV 1880 Käfertal nicht so gut. Foto: Roland Wurster

 

Mit Blick auf die Tabelle war die Ausgangslage für Bundesligist TSV Calw verführerisch: Als Zweite bekamen es die Männer um Kapitän und Hauptschlagmann Raphael Schlattinger am Wochenende mit dem Siebten und dem Achten zu tun. Mit zwei Siegen winkten allerbeste Voraussetzungen für die Play-off-Spiele und den Einzug in die Meisterschafts-Endrunde.

 

Am Samstag gastierte der TV 1880 Käfertal in Altburg, der seine Erstliga-Mannschaft bereits zurückgezogen hat und daher als Absteiger feststeht. Doch der amtierende Meister in der Halle hatte offenbar noch richtig Lust, rückte erstmals seit vielen Wochen mit voller Kapelle an, zeigte prompt sein bestes Spiel und versetzte den Calwern einen herben Dämpfer.

 

TSV Calw – TV 1880 Käfertal 2:5 (9:11, 11:8, 11:8, 14:15, 6:11, 7:11, 2:11)

Zwei Knackpunkte der Begegnung brachten den TSV Calw aus der Balance und den Mannheimer Stadtteilverein auf die Siegerstraße. Zunächst der aus Calwer Sicht unnötig abgegebene erste Satz, als die Heimmannschaft kaum Spannung aufbaute und gegen keineswegs souveräne Käfertaler nicht ins Spiel fand. Dann, bei zwischenzeitlicher 2:1-Satzführung und 10:8 im vierten Satz, gelang es dem TSV nicht, auf ein beruhigendes 3:1 auszubauen: Nach Calwer Auszeit kam der überragende Käfertaler Schlagmann Marcel Stoklasa hochkonzentriert zurück, hämmerte sein Team in die Verlängerung und der Durchgang ging mit dem knappsten aller Ergebnisse für Calw verloren – 14:15. Statt einer möglichen 3:1- oder gar 4:0-Satzführung sah sich die Mannschaft von Trainer Thomas Stoll einem ärgerlichen 2:2 gegenüber – und das baute den Gast nur auf.

 

Die „Monnemer Buuwe“ beherrschten das Spiel fortan, vor allem in Person des frischgebackenen Familienvaters Marcel Stoklasa. Punktete Calw, so konterte der Mann mit dem aktuell vielleicht schärfsten Schuss der Liga mit krachenden Angaben und einer herausragenden Ass-Quote. Die Hesse-Städter, bei denen U21-Nationalspieler Ricardo Lebherz starke Abwehrpräsenz zeigte, taten sich immer schwerer gegen die zunehmend sichere Defensive der Kurpfälzer um Felix Schneider. Auch die Einwechslung Marco Stolls in die linke Abwehr und der Positionswechsel Philipp Küblers in die Mitte im siebten Satz änderte nichts. Beide Offensivkräfte, Raphael Schlattinger und Markus Kraut, knackten die gegnerische Mauer nur noch selten. Die Käfertaler um ihren routinierten Kapitän Nick Trinemeier hatten leichtes Spiel und machten den Sack zu.

 

Stimmen zum Spiel

Raphael Schlattinger, TSV Calw: „Es gibt Tage, da läuft‘s einfach nicht. Was Marcel Stoklasa hier gezeigt hat, war einfach brutal. Wir müssen akzeptieren, dass dieser Gegner heute besser. Nun müssen wir morgen gegen Eibach abliefern.“

Nick Trinemeier, TV 1880 Käfertal: „Wir konnten bisher selten in einer Topformation spielen. Aber heute war das der Fall, dass nach Rückstand ein Satz noch 15:14 zu unseren Gunsten ausgeht und sich daraus eine Dynamik entwickelt. Calw hatte bis dahin gut gespielt. Dann hat Marcel angefangen extrem zu ballern mit einer brutalen Quote aus der Angabe und dem Spielschlag. Das hat uns alle mitgerissen. Uns war klar, wenn wir in die Angabe kommen, macht er wieder den Punkt. Das hat Calw den Zahn gezogen. Wir wollen die Saison gut zu Ende bringen und unseren jungen Spielern noch etwas mitgeben – Felix Schneider und Daniel Maurer, die nach Waibstadt zurückkehren, oder unserem Namibianer Benjamin Lange. Ich hoffe, sie konnten sich bei den alten Männern was abschauen.“

 

Mit der Niederlage war die hervorragende Calwer Ausgangsposition von Tabellenplatz 2 verspielt. Am Sonntag galt es, beim Aufsteiger TV Eibach 03 Schadensbegrenzung zu betreiben.

 

TV Eibach 03 – TSV Calw 0:5 (5:11, 8:11, 9:11, 10:12, 4:11)

Auch ohne die berufsbedingt fehlenden Abwehrspieler Philipp Kübler und Trainer Thomas Stoll hatte die Calwer Mannschaft beim Auswärtsspiel auf den Sportplatz in Segnitz keine Schwierigkeiten. Nur in den Sätzen drei und vier spielten die Nürnberger Aufsteiger beherzt mit, doch die Erfahrung und Klasse des TSV setzte sich letztlich souverän durch.

Es spielten: Nick Stoll, Marco Stoll, Raphael Schlattinger, Ricardo Lebherz, Leandro Schmidberger, Markus Kraut.

 

Jetzt wird’s ernst

Die Abschlusstabelle nach der Vorrunde weist den TSV Pfungstadt mit 14:0 Punkten als Ersten aus, dahinter folgen der TV Stammheim, der TSV Calw (je 10:4) sowie der TV Vaihingen/Enz (8:6). Alle vier treten noch einmal jeder gegen jeden an, die bisherigen Punkte werden in die Play-offs mitgenommen. Die Top-3 fahren am Ende zur deutschen Meisterschaft ins niedersächsische Bardowick (17./18. Juli). In den Play-downs suchen TV SW-Oberndorf, NLV Vaihingen und TV Eibach 03 den zweiten Absteiger neben Käfertal.

 

Der Calwer Fahrplan zum Ziel Meisterschafts-Endrunde:

20. Juni, Auswärtsspiel beim TV Stammheim

27. Juni, auswärts beim TSV Pfungstadt

5. Juli, Heimspiel gegen TV Vaihingen/Enz

Starkes Löwenrudel in Unterhaugstett

31.05.2026

In der 2. Bundesliga Süd bleiben die Calwerinnen auf einem guten Kurs. Gegen die Gastgeberinnen vom TV Unterhaugstett 2 hatte das Team von Coach Thomas Kübler einen wichtigen Sieg für den Klassenerhalt angepeilt – und souverän gewonnen. Nach der Pflicht die Kür: Auch gegen den Tabellenführer TSV Staffelstein, der bis dahin bei vier Siegen nicht mal einen Satz abgeben musste, zeigte sich der TSV Calw 2 von seiner besten Seite und machte es den Fränkinnen so richtig schwer, den fest eingeplanten Sieg zu sichern.

 

Haben einen starken Tag erwischt in Unterhaugstett. Hinten von links: Helena Bär, Elisa Becht, Adina Stoll;
vorn von links: Annabell Klopf, Mirjam Brassat. Foto: SH

 

TV Unterhaugstett 2 – TSV Calw 2 0:3 (7:11, 8:11, 9:11)
TSV Calw 2 – TSV Staffelstein 1:3 (14:12, 11:13, 11:13, 5:11)

 

Mit nur fünf angereisten Spielerinnen, den Offensivkräften Adina Stoll und Helena Bär sowie den Rückraumspielerinnen Elisa Becht, Mirjam Brassat und Annabell Klopf, stellte sich die Mannschaft gewissermaßen von selbst auf. Bei teils starken Böen und auf holprigem Rasen hatten vor allem die Abwehr- und Zuspielerinnen an diesem Tag zu kämpfen. Die Calwerinnen machten das über weite Strecken sehr gut, agierten ruhig und sicher, hielten die Bälle geduldig im Feld.

 

Das 3:0 gegen den TVU 2 war in den ersten beiden Sätzen klar zugunsten der Calwerinnen gelaufen, im dritten Durchgang aber lagen sie von Beginn an zurück. 1:4 und 3:7 stand es bereits, ehe sich die Mannschaft auf ihre Stärken besinnte. Aus einer starken Abwehr und sauberem Zuspiel heraus drehte das Gästeteam noch den Durchgang und freute sich über das verdiente 3:0. Diesen Schwung nahm es auch gegen den Favoriten und Tabellenführer aus Bad Staffelstein mit. Calw kämpfte tapfer gegen den Wind und den Gegner, brachte die Sätze 1 bis 3 jeweils in die Verlängerung. Nach 5:5-Spielstand im vierten Satz war dann die Luft raus.

 

TSV Calw 2-Kapitänin Adina Stoll: „Wir hatten schwere Bedingungen, der Wind war sehr stark und schwer zu berechnen. Der Ball ist im Drei-Meter-Raum vogelwild gesprungen. Aber wir haben das gut gemacht, gekämpft und miteinander gespielt. Am Ende ging die Kraft aus und auch, dass es windstill und trocken wurde, kam uns nicht entgegen.“

 

Am nächsten Sonntag ist Heimspieltag in Calw-Altburg. Adina Stoll kampfeslustig: „Wir wollen uns in der Tabelle weiterhin nach vorne orientieren.“

 

Sonntag, 11 Uhr in Calw-Altburg, Faustballplatz am Aischbachweg:
TV Unterhaugstett 2 – TG Biberach
TSV Calw 2 – SV Tannheim
TV Unterhaugstett 2 – SV Tannheim
TSV Calw 2 – TG Biberach.